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A u t o in a t.
Fcdcril und Gewichte, welche einen kleinen Raum cinneli-men, und deswegen leichter verborgen werden können.
Es gab und giebt der wirklich sogenannten Automatensehr viele 1 , welche sänuntlich aufzuzählcn zweckwidrigstenwürde, weswegen es genügen mag, die merkwürdigsten kurzzu erwähnen. Abgesehen von den Angaben verschiedenerAutomaten aus der fabelhaften Zeit verdient zuerst die Löl-zemc fliegende Taube des /_irchytas von Tarent (408 v.Ch.) einige Aufmerksamkeit, welche nach Gellius 2 fliegenkonnte. Aufscfdcm erzählt Pausanias 3 von einem durch in-nern Mechanismus bewegten ehernen Adler; Polybius 4 voneiner kriechenden Schnecke des Demetrius Phalereus, Athe-naeus 5 * von einem Androidendes Ptolemaeus Philadelphus;welcher allerlei menschliche Handlungen verrichtete. Spätersoll Roger Baco und vorzüglich, der Tradition nach, Al-bertus maonus einen Automaten in menschlicher Gestalt ver-fertigt haben, welcher den Auklopfenden die Thiire öffneteund sie scheinbar anredete, worüber Thomas von Aquinoso erschrocken seyn soll, dafs er den Kopf des Automatenzerschlug, so dafs Albert ausrief: periit opus triginta an-norum. Johannes Müller (llcgiomontanus) verfertigteaufscr seiner Maschine zur Vorstellung der eigentlichen Be-wegung der Planeten durch Räderwerk 5 noch andere auto-matische Kunstwerke, namentlich eine Fliege, welche aufdem Tische herumlief, und einen Adler auf dem Thore zuNürnberg, welcher den ankommenden Kaiser Maximilian15 70 durch die Bewegung seiner Flügel und seines Kopfeshegriifste 7 8 , woraus die durch Petrus Ramus 8 nacherzählteLegende von einer fliegenden eisernen Fliege und einemgleichfalls fliegenden Adler entstand. Grofses Vergnügenfand vorzüglich Karl der fünfte in den letzten Jahren seines
1 Vergl. Beckmann Beiträge zur Gesell, d. Erfind. III. 3z5.
2 Noct. Au. X. 12 .
3 VI. so.
4 Hist. XII. i3. p. 4o8 ed. Sclrvveigh.
5 V. 7 .
C Kleine Chronik Nürnbergs; Altorf 1790 . p. 38.
7 Hiss, de Regiomonlani aquila et musca, auct. Baier. Altorf 1 7°0 1
8 Scholarum inathem. lib. 11. p. G5.