aus Holstein.
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allerdings für Holstein-Gottorf unheilvolle Staatsmannkunst indem Zeitraum 1657—1676 die Aufmerksamkeit Europas aufsich lenkte.
In einem engen Anschlüsse Gottorfs an Schweden sahKielman den Weg zur äußeren Machterweiterung seines Landesund dessen Befreiung von dem Abhängigkeitsverhältnis zurdänischen Krone. Die 1654 eingegangene Ehe des Schweden-königs Karl Gustaf mit der Tochter des Herzogs von GottorfHedwig Eleonora war beiderseits in politischen Interessen be-gründet und von Kielman erwünscht und sicher auch eifrigbetrieben worden. Schweden gewann durch diese Familien-allianz innerhalb des Machtgebietes seines Erbfeindes Däne-mark einen natürlichen Bundesgenossen, der im Kriegsfallgroße Dienste leisten konnte.
Mit der immer steigenden Spannung zwischen Dänemarkund Gottorf erstarkten die freundschaftlichen Beziehungenzwischen dem Schwedenkönig und seinem herzoglichenSchwager.
Bei den im Februar 1657 in Flensburg gepflogenen Unter-handlungen zwischen den dänischen Delegierten und dengottorfschen Räten mit Kielman an der Spitze, wo die letzterensich über die dänische Einquartierung und die harten Steuern-ausschreibungen in den Herzogtümern beschwerten, trat diegereizte Stimmung zu Tage.
Am 1. Juni erließ der König von Dänemark die leicht-fertige Kriegserklärung an den gegen Polen kämpfendenSchwedenkönig, der sie erst drei Wochen später in Thornempfing, worauf er sofort aufbrach und in Eilmärschen durchPommern und Lauenburg mit seinem Korps in Holstein undSchleswig einrückte. Am 14. August besuchte Karl Gustaf aufSchloß Gottorf seinen Schwiegervater und hielt ihm zu Ehreneine Parade seiner Truppen ab.
Die zwischen beiden Fürsten getroffenen Verabredungenführten zu einer gottorfisch - schwedischen Allianz, abge-schlossen 10. September 1657 zu Kiel, auf herzoglicher Seitedurch den Kanzler Kielman und den Kammerrat L. C. v. Moltke,