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Familien-Chronik der Herren, Freiherren und Grafen von Kielmansegg
Entstehung
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III. Die Grafen von Kielmansegg

mich nunmehro häußlich niederließe, so Selbsten habe in GottesNahmen mense octobri meinen hochzeitlichen Ehren-Tag inItzehoe gebührlich vollführet, bin auch nicht lange darnachvon Prälaten, Ritter- und Landschafft für dero Land-Syndicodeclariret u. bestellet worden, bey welcher Bedienung michalso betragen, daß mich Herzog Friedrich zu Gottorf zu deroCantzeley u. Hoff-Rath zu berufen gnädigstes Gefallen getragen,dem folgbahr ich meine häußliche Wohnung außer Itzehoe nachSchleswig transferiret.“

Wir unterbrechen hier die selbstverfaßte LebensgeschichteJohann Adolfs, deren weiteren Teile später folgen werden, umzunächst über die Gründung seines Hausstandes in Schleswigzu berichten. Seine Trauung mit der damals erst 17 Jahrealten und bildhübschen Margarete von Hatten war am2. November 1635 in Itzehoe vollzogen worden.

Die Aufnahme Kielmans in das in den Herzogtümern zujener Zeit hochangesehene von Hattensche Haus trug nichtwenig dazu bei, dem jungen, emporstrebenden Manne die erstenSchritte seiner Laufbahn zu ebnen. Mutmaßlich bestand schonvon früherer Zeit her ein vertrauliches Verhältnis zwischenden beiden Familien Kielman und von Hatten.

Der Schwiegervater Kielmans, Heinrich von Hatten,war der Sohn des kgl. dänischen Haus- und Kalkvogts Chri-stian von Hatten und dessen Gattin Anna Garpen. Ge-boren ums Jahr 1580 vollendete er seine im Elternhaus be-gonnenen Studien zu Wittenberg und Rostock, an welchemletzteren Orte er zum Dr. juris promoviert wurde. Im Diensteder dänischen Könige Christian IV. und Friedrich VII. wurdeer zum Rat und Landkanzler befördert und beteiligte sich ander Ausarbeitung der 1636 erschienenen Polizeiordnung derHerzogtümer sowie an der Revision der Landgerichtsordnung.1642 verfaßte er eine Streitschrift gegen Hamburg und warwiederholt Gesandter am kaiserlichen Hof. 1635 war er vomKaiser in den Adelsstand erhoben worden, 1645 war er Ab-gesandter des Königs von Dänemark und des Herzogs vonGottorf bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück und war