in Niederösterreich.
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Heinrich Kielman hatte als von Kaiser Ferdinand II.diplomierter Hofbediensteter sowohl dem kaiserlichen Hof-und Kriegszahlamte als auch dem Kaiser selbst zu verschiedenenMalen namhafte Summen vorgestreckt.
Die Herrschaft Judenau bei Tulln wurde am 28. August 1628wegen rückständiger Steuern vom Fiskus eingezogen und dannals Pfand Heinrich Kielman überlassen. 1 )
Von Kaiser Ferdinand II. d. d. Prag, den 10. Juni 1628mit dem Titel eines kaiserlichen Rates, mit dem Prädikate „vonKhielmanss Eckh“ ausgezeichnet und mit verschiedenenPrivilegien begnadet (Beilage No. II, 5), wurde er 1629 Ein-nehmer der niederösterreichischen Landschaft. Zufolgedessenübertrug Kaiser Ferdinand über seine Bitte mit einem „Dienst-brief“ 2 ) die ihm zustehenden „Hofbefugnisse und andere
(Wien, 1832, III, S. 260), wo er sagt, der rothe Hof mit allem Zugehörhabe sich bis zum „grünen Thor, dem Eckhause der Langengasse gegendie Rofranogasse, bis in das Altlerchenfeld und in die Florianigasse er-streckt“. Er nennt die früheren Grundherren „Das Geschlecht derKühlmann“.
9 Abschriften auf Pergament im Gutsarchiv Judenau:
1631, 13. Jänner, Wien. Vertrag zwischen Herrn Baptist Grafenvon Verdenberg und Namist, Herrn auf Grauenegg, Graffenwörth,Kreuz, Oberstain und Flädnikh, Windorff, kaiserlichen geheimen Rath,Kämmerer und österreichischen Hofkanzler, und Herrn Heinrich Kielmanvon Kielmanssegkh, kaiserlichen Rath und bestellten Einnehmer dern.-ö. Landschaft, laut welcher Kielman an den Grafen von Verdenbergdas Gut Judenau samt Zugehör ebenso abtritt wie es ihm (Kielman) vonden Ständischen Verordneten am 1. Jänner 1630 pfandweise versetzt undam 22. Jänner 1630 eingeantwortet wurde, wogegen Verdenberg jene27.000 Gulden zur Zahlung übernimmt, welche Kielman seinem Besitz-vorfahrer Herrn Sigmund Müller von Müllhaimb, kaiserlichen Hofkammer-rath, und Herrn Anton von Peri hätte bezahlen sollen. Beide vergleichensich auch über das von Kielman angeschaffte Vieh, über Herrschafts-gefälle, Getraide, Heu, Holz, Ziegel, Tax, Meliorationskosten usw.
ä ) Original in einer Handschriften- und Formular-Sammlung derBibliothek der Universität Kiel. Dasselbe in 4° auf 11 Halbseiten hat„sub titulo Dienstbrieff“ folgenden wesentlichen Inhalt:
Wir Ferdinand der Ander x. x. x. Bekennen öffentlich mit diesemBrieff und thuen kundt allermänniglich, Nachdem Wir noch vor diesem
Kielmansegg, Familienchronik. 6