vom hcil. Röm. Reich.
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lausten/ abgenommen werden/ ingleichen wannman diejenigen Stände / weiche nur durchbausch und bogen etwas geben/alsChur-Cölln/Lüttich / Münster/ Straßburg /Lothasingen/Savsyen/ Jülich und Cleve/ ober-und nie-der-Marckgrafschafft Baden / Chur-Bran-denburg/die Abbatißin zu Essen rc. auch abzie-het/ so auch 12504 fi. ausmacht/ so verbleibennur 60120 fi. monatlich; will man nun die auf^ und ZI mvcierirte Stände auch in abgangsitzen/ so werden kaum 50000 fl. übrig seyn/und muß daherkommen/ daß entweder demReiche nichts erkleckliches prsettiret werden kau/oder es muß die summa der Romer-monatemultipliciret werden/darüber der unmoderirteStandauchzu kurtz kommen/und um des mo-äerirten oder cximirten willen verderben muß.Und ist also aus diesem leicht zu erkennen/wasvor grosse Unrichtigkeit bey denen Neichs-ons-rlbus walret/ und wie hoch nöthig es wäre/daßman den artickel äe reäinte^ranäl8circu!i8UNdvon Verbesserung der Reichs-matrickel aufrich-tig/ billig und ernstlich abhandelte.
Was sich vor landesverderbliche gebrechenund mängel bey hecres -zügen / m^ckes, rs-marckes, contremarcbes, wlNter -UNd stüNd-
qvartieren/ cantonirungen :e. ereignen/wieder mächtigere stand den geringer» dißfallsdrücke / aussauge und verderbe/ und öfftersarger als der feind Hause / davon sind die klagenund traurige effecten bekandt/ auch im vor-hergehenden capitul angemerckt. Willman nun darzu thun/ daß öffiers Fürsten undStande ihre eigene unterthanen mit gewaltwerben / oder ihren oder andern Werbern der-gleichen verstatten / und hernach an andereMit-Stände oder auswärtige Potentzien ver-kauften/ und was dabey vor prellten undgeldschncidereyen vorgehen/ so wird der zustandder guten Temschen unterthanen desto nnlera.bler / und gleichwohl scheuet man sich nicht / dieharten unterdrück-und aussaugungen unterdem theuren nahmen der Teutschen freyheitzuverstecken.
^ Bey Verfassung der Reichs-tage und an-derer Reichs Versammlungen hat man schonvor langer zeit beym propomren/votiren/con-clucliren/re - und correferixen sä CXiarern, beyabfassung der Reichs-abschiede/bey deren kub-lcripticzn, bey der Kayserlichen Principal-undcon commillivn, bey den Reichs-und Fürst-lichen äirecIvniz / bey der Übergabe der voll-machten/ bey stuhlen und scsteln/ bey Messernund gabeln/ bey sirvietten/ :c. bey der prsece-äentz/beyderdictatur/ undsonsten so viel Män-gel/ Verzögerungen/ zanck und streit / Xmulati-0NL8, cvnkl-säictwnes, jalousi'en/und derglei-chen unkraut gefunden/daß sich zu verwun-dern/ daß dieser verwirrte zustand noch so vielguts an gedeyhlichenrathschlägen mit sich füh-ren können.
Die justiy des Reichs bey denen hohentribunaiien und sonderlich dem kammer-gerich-te ist durch die mißhelligkeiten derer Came-ral -perkonen nun dermaßen zerrüttet / daßChm-Mayntz sich necessiciretbefunden/dieCan-tzeley und leserey auf eine nun ziemlich gerau-me zeit gar zu schließen/ da Heist es recht: imerNmaülent leges. Die schafften/ welche die
streitenden oder zanckenden 5s6klone8 b'.ßherwider einander durch den druckpubliciret/smdtheils so ärgerlich/ daß dieses hohe col^iumund gerichte/ welches so grosse automät undrespecl hiebevor gehabt/ über die massm prolli-tuiret worden. Und da ist/ nach beylauffendenumstanden/ wo sich der Kayserliche Hof mitdem conclulo imjzel-ü nicht hat vergleichen kön-nen/ noch kein remeäium und angriffdurch diesonst beilebte extraoräinar-vilitation zu Hessin.
Wie langsam auch bey dem Kayserlichen Ho-se es öffters mit der justitz daher gehe / zeigendie unsterblichen Processi in der Jüllchljchen/Lauenburgischen und dergleichen suchen/ desmit unterlauffenden klagens über haß gegen dieprotestirende religions - verwandten und dereingriffe in andere tribunalia und irMmien/darüber die klagen beym Reiche nicht unbe-kandt sind/nicht zu gedencken; wiewohl auch diepartheyen offt daran schuld tragen / und ihrejachen selbst in Verzögerung setzen/ auch durchandere mißbrauche den lauff der justitz hem-men. Zu geschweige«/ daß auch verschiedenepuncta bey dem justitz-Wesen noch zur zeit nichterörtert sind ; zum exempel die erklarung ei-nes Churfürsten oder Fürsten in des Reichsacht und oberacht. Was vor äiKcultäten findensich anietzo bey der Chur-Cöllnischen privati-ves-und Chur-Bayerischen achts - äeciarsti-ons-sache?:c.
Was der lmterschied der religion und unttrschieddas Kuäium iec^X iuX vor trennungen der gc- gebie-ü 't""müther mache / und was er vor unglückselige viel »matt»,brüten aushecke / davon ist hin und wieder an-gemerckt/ und zeigen es die jetzigen Handlun-gen zu Negensburg.
Wie es allenthalben an der policey/ anguter müny - Verfassung/ und an Haltungguter Ordnung fehle/das liegt am hellen tage;daher muß man die heilige proviäentzundall-macht GO.ttes preisen / welche den unver-menglichen thon und eisen des TeutschenReichSnoch dergestalt zusammen halt und regieret/daß die Unordnungen und mängel nicht alleszerrüttet und aus einander gesetzet haben.
Schlüßlich die prTtenl!one8 des Reichs be^ k>r-erenii..netlangend; so hat/, nachdem die Cron Frunck- dcreich durch verschiedene friedens-brüche/ son- ZauMich.derlich durch die jetzige letzte bey occaston derSpanischen succeßisns-fache/ mit wegneh-mung des Burgundischen kreyses/des Her-tzogthums Meyland und anderer dem heiligenReiche zugehöriger lande begangene ruptueund verübte feindseligkeitcn sich aller derer vor-theile/ welche ihr durch die vorigen ftiedens-schlüsse gebühret haben/ verlustig gemacht/ Jbr.Kayserliche Majestät samt Churfürsten/ Für-sten und Ständen die volle befugniß/alle zumReiche gehörige Königreiche / Fürstenthümerund lande/als Arelat und was vor alten zei-ten darzu geschlagen gewesen / nahmentlich
Oaupkine, Provence, la Lreste, ^onnoi8, Kartei!-
!s, und andere alte Reichs-lehn/wovon beymdtonrinZ. äe 6nibu8 cap.26 ein stattlich excerptunivon dem zustande der Prätention, welche zu K.Maximilians I zeiten rege gemach: worden/zu lesen/ Burgund/ k^rancbe Lomte, die Spa-nischen Niederlande/ die drey hochttlsseeMey/Tullund Verdun/dte ^indgraf-. Kkk kkk z schaff-