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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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945
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vom heil. Röm. Reiche

und eigenschafft die immer seyn können/ sichdemselben zur -imbi-aZe und gefährlicher weise

eingemischtt/ derer Reichs-collegiorum juraqvartier nehmen solle/ unter dem vorwand/

und autorität gekrancket / und dem Reichedaß die beaoartirte darein contemixet/ zu-mit unertragllchein hoch-und übermuth mit-mahl wenn der conlen8 nicht aus fteyem wil-tcn im frieden gesetze vorzuschreiben sich an-len/ sondern aus furcht eines feindlichen tra-

gcmaßet / mithin nichts unterlassen/ was zuctamentsentstanden. Bleibt also dabei)/ was

beschimpfung und gantzlicher Unterdrückung ttuAo(?rcztlU8l..2äe/.L.öcp.c.l§. in. ^schxei-

der Deutschen nalion/ auch zu zernichtung der- bet: juüa belli iulc^ienck nulla elle alia pot-

selben freyheit und ku'ojuZativn so vieler treu- ett, nill injuria ; je mächtiger und empfindlicher

>,en ReichS-Standc/ landen undlehen/immer nun der Potentat / je mehr weiß er das un-

gereichen können/ um dadurch endlich die rechtzu exagzerirm undje leichter schlagt er von

vorlangst so eyferig gesuchte universal-Mo- sich»

narchie desto chender zu erhalten und zu befe- Wir haben oben angesühret/daß ohk?eD-s kriegs-

... volck undgeld kein krieg angefangen oder ^ n sind

' ' " woh-radermdemKL,^

nervuz rerum «s-im Reich?.

. ^ . . n solle/davon ist

Hertzogen von Oesterreich/ Grafen von zu aller zeit conlulnret/ das rechte expecksns

Habsburg und Tyrol zu nennen und zu schrei- und fundgrube jedennoch nicht ausgefunden;

ben/ keinen scheu getragen :c. Wiewohl nun dannenhero aber auch wegen dieses mangels

auch einige so genannte luzlonT caulch und in- nie eine rechte dauerhasste Reichs - armee auf

ciäent Ursachen mit in diese lleclai-atios geflos- den fuß und zur Operation gestcllet/ und so lan-

sin / welche/ wann die Reichs - Versammlung ge/ als der krieg gewahret oder dauren können/

oder die allda lubllllirende Gesandschaff- unterhalten worden. Denn der soldat dienet

ten nach Hause reserirm und das wcrck an den um sold/ und wenn er den nicht bekömmt/ läßt

Höfen genau überleget werden können/ etwa sich keine disciplin halten / und clexeneri-

noch einig bedencken/ ob man selbige/ wie sie rec dann alles auf raub und Plünderung/ ftuee

in dem äscreto der Kayserlichen cornnMon und blut/ und ist der freund so gut als der

enthalten/exprimiren sollen/ Verursachet haben feMd/ ?r05 K.utulu8vs fuatnullo lliseriminsba-

würden/ bevorab da noch verschiedene machst- betur; wie der Mannsfelder im vorigen Teut-

ge Chur-und Fürsten bey der kricgs - 6eclarati- schen kriege ohne mittel und geld armeen rich-

on selbst angestanden/ und diesen krieg noch ten und krieg führen wolte / derer Reichs-

zur zeit vor keinen Reichs - krieg halten/ son- Stände / welche in keiner Verfassung und ge-

dern das Ertz-Hauß Oesterreich allein wegen genwehr stunden/ ihre länder unter seine Ossi-

derer auf die Cron Spanien und dero erblan- cirer austheilete/und an statt sammel-und lauf-

de im Reich habenden ansprüche / den ange- geldeS/ solds und Unterhalts alles preiß gab/

fangenen krieg fortfthen lassen wollen/ in der und diese maxim führete/ daß der braud den

Versicherung/ daß wegen derer übrigen wider krieg zierete/ wie das klognikcat die Vesper»

den frieden zu Nyswick von Franckreich unter- Der ruin folget aber bald bey solchen unglück-

nommenen gebrechen und überfahrung/ wohl seligen rotten/ und der ftind/ wann er ein

latizfaNwn ohne einen blutigen krieg zu erhalten gut menzZement führet/ wird die last des kriegs

gewesen ; allein Ihre Kayserliche Majestät länger aushalten können. Cs ist auch in

hatten sich durch alliantzen derer gewaltigsten Deutschland die Heeres-folge noch an dieHeerGsqs

Potentaten von Europa / so wohl der mit volck Verpflegung gemeiniglich verbunden / der-/'^'^^

versehenen Churfürsten und Fürsten / ja gan- gestalt/ daß/ wann das landvolck das gewehrpfle^y^

tzer kreyse schon versichert/ und konte ihr um so schultern muß/ der Landes-Herr vor dessen

viel weniger fehlen/die kriegs-resolmion auf unterhalt sorgen / und so bald der RitterS-

Was eiaentReichs-tage heraus zu bringen. Sonst mann und Vasall sein lehn - Pferd an des Her-

lichcasu. ru-erinnert man sich wohl/ was A. 1683 zu ren krippe bindet/der lehn-Herr solches vervfle-

xrurs-sittd. Wien bey einer zwischen denen Reichs- gen muß.

Vice - und Oesterreichischen Hof- Cantzlern/ Es geben die alten landsrieden und bünd-^,

und dem Hochfürstlich - Hannoverischen Ge- risse derer vorigen leculorum, daß dem soldaten Avaten

sandten Freyherrn von Falckenhahn gehalte- zwar etwas Heu/ stroh und futter/so weitervon^^eg?^

nen conferentz wegen der catuurn ruptutX mit dem Wege an mit den armen reichen können/

der Cron Franckreich vorgegangen; daß vor sein pferd wegzunehmen/erlaubet gewesen/

aller ein und vorbruch ins Reich und thätli- mit wagen aber oder karren es abzuholen undche Vergewaltigung ein oder andern Stan- zu saureren/ war bey strafe des raubs Verbo-tes desselben/ es geschehe durch reuniones, ex- ten / item speise oder haußmannskost durjfteaNiones, beqvartierungen/ oder sonsteu/ in der soldat auch fordern/weiter aber zugehen/summa/wann das Reich oder ein glich befiel- wurde edenmäßig vor landsrjchhrüchja gehal-Erfte Haupt-Handlung, Ddd dbd ' xM