vom heil. Röm. Reiche
„und eigenschafft die immer seyn können/ sich „demselben zur -imbi-aZe und gefährlicher weise
„eingemischtt/ derer Reichs-collegiorum jura „qvartier nehmen solle/ unter dem vorwand/
„und autorität gekrancket / und dem Reiche „daß die beaoartirte darein contemixet/ zu-„mit unertragllchein hoch-und übermuth mit- „mahl wenn der conlen8 nicht aus fteyem wil-„tcn im frieden gesetze vorzuschreiben sich an- „len/ sondern aus furcht eines feindlichen tra-
„gcmaßet / mithin nichts unterlassen/ was zu „ctamentsentstanden. Bleibt also dabei)/ was
„beschimpfung und gantzlicher Unterdrückung ttuAo(?rcztlU8l..2äe/.L.öcp.c.l§. in. ^schxei-
„der Deutschen nalion/ auch zu zernichtung der- bet: juüa belli iulc^ienck nulla elle alia pot-
„selben freyheit und ku'ojuZativn so vieler treu- ett, nill injuria ; je mächtiger und empfindlicher
>,en ReichS-Standc/ landen undlehen/immer nun der Potentat / je mehr weiß er das un-
„gereichen können/ um dadurch endlich die rechtzu exagzerirm undje leichter schlagt er von
„vorlangst so eyferig gesuchte universal-Mo- sich»
„narchie desto chender zu erhalten und zu befe- Wir haben oben angesühret/daß ohk?eD-s kriegs-
... volck undgeld kein krieg angefangen oder ^ n sind
' ' " woh-radermdemKL,^
nervuz rerum «s-im Reich?.
. ^ . . n solle/davon ist
„Hertzogen von Oesterreich/ Grafen von zu aller zeit conlulnret/ das rechte expecksns
„Habsburg und Tyrol zu nennen und zu schrei- und fundgrube jedennoch nicht ausgefunden;
„ben/ keinen scheu getragen :c. Wiewohl nun dannenhero aber auch wegen dieses mangels
auch einige so genannte luzlonT caulch und in- nie eine rechte dauerhasste Reichs - armee auf
ciäent Ursachen mit in diese lleclai-atios geflos- den fuß und zur Operation gestcllet/ und so lan-
sin / welche/ wann die Reichs - Versammlung ge/ als der krieg gewahret oder dauren können/
oder die allda lubllllirende Gesandschaff- unterhalten worden. Denn der soldat dienet
ten nach Hause reserirm und das wcrck an den um sold/ und wenn er den nicht bekömmt/ läßt
Höfen genau überleget werden können/ etwa sich keine disciplin halten / und clexeneri-
noch einig bedencken/ ob man selbige/ wie sie rec dann alles auf raub und Plünderung/ ftuee
in dem äscreto der Kayserlichen cornnMon und blut/ und ist der freund so gut als der
enthalten/exprimiren sollen/ Verursachet haben feMd/ ?r05 K.utulu8vs fuatnullo lliseriminsba-
würden/ bevorab da noch verschiedene machst- betur; wie der Mannsfelder im vorigen Teut-
ge Chur-und Fürsten bey der kricgs - 6eclarati- schen kriege ohne mittel und geld armeen rich-
on selbst angestanden/ und diesen krieg noch ten und krieg führen wolte / derer Reichs-
zur zeit vor keinen Reichs - krieg halten/ son- Stände / welche in keiner Verfassung und ge-
dern das Ertz-Hauß Oesterreich allein wegen genwehr stunden/ ihre länder unter seine Ossi-
derer auf die Cron Spanien und dero erblan- cirer austheilete/und an statt sammel-und lauf-
de im Reich habenden ansprüche / den ange- geldeS/ solds und Unterhalts alles preiß gab/
fangenen krieg fortfthen lassen wollen/ in der und diese maxim führete/ daß der braud den
Versicherung/ daß wegen derer übrigen wider krieg zierete/ wie das klognikcat die Vesper»
den frieden zu Nyswick von Franckreich unter- Der ruin folget aber bald bey solchen unglück-
nommenen gebrechen und überfahrung/ wohl seligen rotten/ und der ftind/ wann er ein
latizfaNwn ohne einen blutigen krieg zu erhalten gut menzZement führet/ wird die last des kriegs
gewesen ; allein Ihre Kayserliche Majestät länger aushalten können. Cs ist auch in
hatten sich durch alliantzen derer gewaltigsten Deutschland die Heeres-folge noch an dieHeerGsqs
Potentaten von Europa / so wohl der mit volck Verpflegung gemeiniglich verbunden / der-/'^'^^
versehenen Churfürsten und Fürsten / ja gan- gestalt/ daß/ wann das landvolck das gewehrpfle^y^
tzer kreyse schon versichert/ und konte ihr um so schultern muß/ der Landes-Herr vor dessen
viel weniger fehlen/die kriegs-resolmion auf unterhalt sorgen / und so bald der RitterS-
Was eiaentReichs-tage heraus zu bringen. Sonst mann und Vasall sein lehn - Pferd an des Her-
lichcasu. ru-erinnert man sich wohl/ was A. 1683 zu ren krippe bindet/der lehn-Herr solches vervfle-
xrurs-sittd. Wien bey einer zwischen denen Reichs- gen muß.
Vice - und Oesterreichischen Hof- Cantzlern/ Es geben die alten landsrieden und bünd-^,
und dem Hochfürstlich - Hannoverischen Ge- risse derer vorigen leculorum, daß dem soldaten Avaten
sandten Freyherrn von Falckenhahn gehalte- zwar etwas Heu/ stroh und futter/so weitervon^^eg?^
nen conferentz wegen der catuurn ruptutX mit dem Wege an mit den armen reichen können/
der Cron Franckreich vorgegangen; daß vor sein pferd wegzunehmen/erlaubet gewesen/
„aller ein und vorbruch ins Reich und thätli- mit wagen aber oder karren es abzuholen und„che Vergewaltigung ein oder andern Stan- zu saureren/ war bey strafe des raubs Verbo-tes desselben/ es geschehe durch reuniones, ex- ten / item speise oder haußmannskost durjfte„aNiones, beqvartierungen/ oder sonsteu/ in der soldat auch fordern/weiter aber zugehen/„summa/wann das Reich oder ein glich befiel- wurde edenmäßig vor landsrjchhrüchja gehal-Erfte Haupt-Handlung, Ddd dbd ' xM