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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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vom Hill. Römischen Reich.

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Shursiirsii.Miiulchsserein-

Hat seinelvichtige»miachen.

und mit einandexvereiniget / verpflichtetHehrere be> ttttd vertragen. Äk>as in catibus rsfervstiz»sch!-cldu^ welche mau dem Hof-räche des Kaysers nochWenge- überlasten/ vor verschranckungen untecnom-wlt- mcn worden / übergehet man mit stillschwei-gen/ so wohl auch die politische absichten oderrationem iracus, die man in dem inrerregno prs-6ticiret; wie denn die zu N)esel von den vierChurfürsten bey Rhein biß auf erwebl - undkrönung des künffligen Römischen Königsauffgerichlere verein beym Lol^ail. in Pol.Reichs-handl. ip-2 merckwürdig ifl.Wie soite sich nun jemandverwundern/ wannChurfüvss Albrecht zu Maxntz und Ertz-Mltz ist Ätschoff zu Magdeburg bey der wähl desMbervsil Kaysers von beydehaltung der anftoLratischenMativl«.' Reichs - form in seinem voto die vorermeldeteerinnerung fürgewendet/und veranlasset / daßman auf eine neue vorhin ungewohnte artdemneuerwehlten Rayfereine gewisse ca-^itulstioli und regiments - form vorge-schrieben/ und die Hoheiten / macht und ge-walt der Churfürsten/ Fürsten und Stände vorallem eintrag und schmählerung verwahret/und die Kayftrliche Majestät eydlich darauffverbunden hat. Die beyden (^nöiUaten desKayserthums waren mächtig / und ihre mz.ckinationes gegen einander / auch deren staats-maximen/bevorab die zu der grösten sormida-blen macht und prXpoten? auffsteigende Hi-spanische Monarchie also beschaffen/ daß dashochlöbliche Ehursürstliche Collegium destomehr auf der Hut und wacht vor die Teutschefteyheit zustehen ursach hatte. Und dieses istder merkwürdige pcrioclus, welcher sich beysclmilMration des Teutschen Kayserthumsunter Maximilians dem tugendadelsten Mo-narchen in der welt angefangen / und mitKayser Carln zur wurtzel und befestigung ge-setzt hat. Diese geding - und pactweise gestell-. te und aus 34 artickeln bestehende Kayftrlichezeiget nun vollkommenrlich / wo-hin die Kayserl. gewalt und Majestät einge-schÄichs. schränckt worden / und ist samt einer wohlge-WWits. faßten erklärung von dem Herrn bimna-o her-aus gegeben in jedermans Händen. Wasunter dieses ungemein begabten Kaysers re-gierung der Status rLÜZlomz im Reiche vor eineänderung gewonnen / und wie die prote/bren-de bald A. 1526 auf dem Reichs - tage zu Spey-er diegewissens/und kirchen-fteyheit dergestaltbekommen/ daß es jeder in seinem lande alsohalten möchte/ wie er solches gegen GOtt undKayserl. Majestät hoffte zu verantworten/undwie die autonomia hernach aufkommen/davonwird unten ein mehrers folgen. Was fernerin politicis und weltlichen Herrlichkeiten undHoheiten die Stände zum herkommen bracht/davon ist auch oben bey beschreibung der Stän-de fteyheit Meldung geschehen.

Zwar suchte dieser allerklügste Monarchdurch politische griffe denen Reichs-regi-ments-Personen den weg zu öffnen / daß siesich selbst gegen Churfürsten und Stande ver-lausten/und in miß-credit setzen soften/ erhätte auch das Reichs-Kammer-gerichte gernnach seinem gefallen eingerichtet/ und danndem Kayser!.' Reichs - Hofrathe die bißher fastgebundenen Hände wiederum von den bandenErste Haupt - Handlung.

Kays, Carlbraucht ge<M-kWe.

bcfteyet/ gleichwie er auch die trennung dergemüther/ so unter den deutschen Fürsten derreligio« wegen entstanden / und bund gegenbund erwecket/pZr polltilzue zugelassen/um sei-nen vortheil bey der Monarchie desto besser zubefördern. Darüber es aber zu gewaltigen ^gegen-absichten und gegen-versaffungen an sei- Ständeten der Stände/ sonderlich der prolejlirenden/ m«Hen?käme/ welche den Kayser und dejftn Spani-sches kknilkerium in verdacht zogen/und sonstvon dem übrigen Europa darinnen deyfallhalten / Spanien suchte tue universalMonarchie ausszurichcen und alle anderePotentaten in die fesseln zu schiagen.Dieextremitaten hat die moclcration des Römischen König fför-Königs Ferdinandcns so lange als möglich geA.gte^sttsmpenret und auffgehaften / biß endlich die rathjchläge.flamme des Teutschen knegs lichterloheausschlug / und nicht ehe/ ob wohl derSchmalkaldische krieg nicht lange daurete/völlig und aus dem gründe gelöschet wurde/als durch den Passauischen und Augspur- Religion-gischen religio»-und profan-frieden/ so fnÄwu-wchl auch durch bessere verftssung der higct.das'Reichs-jufti? und neue Cammer-gerichts--ordnung/ damit das Reich mitsich ftlbstundmit ihrem Oberhaupte wieder vereiniget wor-den. Was sich der Kayser gegen Franckreich/welche Cron aus immerwährender Xmulationihm mit den waffen entgegen stunde/ und dieTeutschen Fürsten tapffer anhetzte/ulch gegenden Päbstl. stuhl vor autontät erworben/ wieaber auch endlich sein glück krebsgangig wor-den/ gehöret hieher nicht; er wurde aber deswercks und der schweren last des TeutschenKayserthums und der Hispanischen Monar-che müde/ i-elignirte beyde / und starb A.1558als eine privat-person. Er würde nachmenschlichem urtheil es höher als Carl dergrosse gebracht / und zu der ihme zugetrauten Türckunduniversal Monarchie den grundstein fester ge- F/anhosenleget haben / wenn nicht ab Oriente die Otto-ttiannische Pforte/ und ab occiclente Nönig MonarchieFrantz l in Franckreich ihme zu viel hin-dernisse in weg geleget/und die unendlichendesseins unterbrochen hätten. Es favorisi-rete ihme das glück in allen seinen anschlagenund Europäischen kriegen / außer m denMe-yischen und Magdeburgischen Händeln/undgegen Churfürst Moritzen zu Sachsen/welcher entdecken mochte / daß das kriegs-glück lieber junge Helden als alte greissettliebe.

Höchstbelobter Kayser Ferdinand l hatte K sserd. UH.fast gleiche capitulation mit seinem Herrn dru- Max. 1/ ündder / aber ungleich mehr gütigkcit und liebe zu re-fie"e!?!,^dem Teutschen vaterlande und freykeit der setzmäßig.'Stände / und besten Herr sohn/Kayser Maxi-milian Ii. und sohnes sohn/Kayser Rudolph11, wendeten allen ihren fleiß und stärcke da-hin an/ daß sie das Römische Reich in wah-ren ruhestand und harmonische gute Vereini-gung bringen möchten / hielten auch fest undsteiff über dem religions-frieden / als demhaupt-pfeiler der gemeinen Wohlfahrt.

Als man aufdem Reicks - tage zu AugspurgA.is66 von entsetzungpfaltzgrafFrledrichsill Churfürsten/ wegeneinführungderresor-mirten religion/ und daß er dem Bischoff zuEgg gg 2 Worms