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Des Europäischen Herolds erste Haupt - Handlung
in viele Wege/oder sind denen sirenen gleich/welchezu schädlichen klippen und strudeln ver-führen / daß hernach in denen cabinerm dierathschläge also gefastet werden / daß schädli-che ausschlage daher entsprießen müssen. Wirwollen uns aber diese nicht irren lassen / nochmit er;ehlung ihrertheils Hochgefahrlicherundtheilsstrafenswürdiger meynungen verweilen/sondern den geraden weg gehen / und weil esdoch an dem ist/ daß in denen arckiven nichtalles/ was zumahl die axpllcation anbetrifft/zu finden/ sondern die meynungen derer in de-nen Reichs-rechlen und derer Potentaten con.Ausgeübten KtiMroruin und anderer gelehr-ten bey dieser art von wissenschafft mit herbeygezogen werden müssen ; so wissen wir bil-iich denenjenigen gebührenden danck/ die unszu unserer fiwch die linien gezeiget haben.Diesesmacht auch die wege schwer und die erlangungdes rechten zwecks zweifelhafft/ daß sich derDer aarus ttatus publicus im heiligen Reiche selbst nichtimmer auf cinerley einricht-und Verfassungsittlich, befunden / sondern von einer zeit zur andernverändert hat / und wenn die zeiten nicht wohlvonsammen gehalten/und die exempelvondemauchswfunclsment der Reichs-Verfassung selbst nichtsonst in der" wohl gesondert werden /so ist leicht anzujlossen/mitmcht. bevorab da die Verfassung so sonderbar ist / daßdergleichen sonst in dergantzm weit nie gewe-sen/ noch ieho zu finden. Wir wollen einen kur-tzen blick in die alten zeiten hinein rückwärtsthun / und betrachten / was Teutschland vorsltten und are bey der regimentS-Verwaltunggehabt/ so wird hernach desto eher erhellen/wie es Zur Monarchie versieget/und wasdie Teutsiche freyheit dieser regiments-art vor »nasse und schränken gegeben ha-be. So weit als die geschriebenen Verzeich-nisse reichen/ weiß man doch/ daß die Teutschen. .. ... wölcker ihren Konigen und Herzogen keine un-beschränk gewait gelassen: Nec kegidus ln6-nita 6c bbeca poteüaz, sagt lacitus VON ihnen!und darum ließ der König ^mbiorix beymclselZreäs LelloQgll. l. 5 sich also vernehmen:
le nein minu-i juris multituclinembabere,^uam
fe Tn illam; sie hatten Mehr lvaäenäi alSjuvan.F pvtettstem, und mehr an ihre untergebenezu gesinnen und einbrachen / als zu begehrenund zu befehlen. Bey denen Celten/ einer un-streitigen deutschen Nation/ hatten die frey-und adclinge bey dem gemeinen wesen vielzusprechen. Die Sachse», stunden unter ih-ren Herzogen und Grafen/ und wann eszun waffen käme / erwehleten sie denjenigenLand-Herrn zu ihrem Ariegs-Rönige/ zu des-sen tapfferkeit und valor sie das beste vertrauenhatten. Und wann der krieg zu ende gebracht/waren diese Generals nicht viel besser als an-dere Landherren. Welchen Staat sie auchbey ihrer Miktion in Engelland einführeten.Die Francken stunden in dergleichen Verfas-sung / ehe sie noch den Kömglichen staat einge-sühret/ und die Thüringer und Schwabenhielten über ihrer libettat nicht weniger alsandere von der Teutschen nation.
Dtr Fraw Hb nun wohl hernach die RönigedercknKvmge Francken ein volck nach dem andern durchsewatt. hex waffen ihnen unterwürffig ge-
macht/ so haben sie doch keine absolute herr-
Vor alters
habeu dieTeutschenregelten
schafft allenthalben gesühret/sondern ihre Mo-narchie dergestalt verwaltet/ daß die wichtig-sten fachen zu kriege - und stjedens zeitennicht ohne der Fürsten und Bischöfferath und zuthun beschlossen/ und voll-strecket/ auch die kriege nicht ohne hülste undbeystcmd derer denen Fürsten in gewisser maffeunterchanigen Landstanden und ummhanengeführet worden. Welche frey - und franck-hejt denen Francke», eben den zunahmen vorallen andern völckern in Teutschland- ausge-setzt. Zu welchem rechte und geniessung derMajestätischen theilhabung an dem staat desTeutschen Reichs auch Rayser Carl denRriegs-Rönig der Sachsen Heryog N)lt- w «rGtekiuden mit seiner ganhen nation auffge-nuchdn^nommen hat / nachdem er zu Saltza an der^utsch««Saale den grossen land - tag mit diesem volckeA.8OZ gehalten / und das lehn - recht ihnenconliituiret und promulAiret. Und wüste die-ser Monarch auch nach erlangtem Kayser-thum seine Fürsten also zu traölixen / wie esder Teutschen völcker Hoheit und freyheiterforderte/ allermassen er vorhin zu thun ge-wohnet war. Man hat das berühmte exem-pel mit Heryog Thaßtlo aus Bayer»,/ dener auf den Reichs-tag gen Ingelheim A. C.788 wegen unterschiedlicher wider die Kay-stri. Majest.und das Vaterland Teutscher na-tion unternommenen begünstigungen cicitte/Carlen^
und die Fürsten das recht sprechen ließ.
Gleichwie auch zu der Merovinger zeiten die WahimchKönige mehr durch wähl und beförderungderer Reichs-Stande zum Königl. Thron/ als gMdurch die erbnachfolge empor stiegen/ obgleich/so lange aus dem Königlichen geblüte ein ge-schickter und beliebter Printz vorhanden war/man denselben nicht übergangen / und keinenfremden zum Zepter beruffen. Also wurde esauch bey seiner nachkommen zeiten gehalten;allerdings auch dieSachsen/Bayem und ande-re Teutsche nanones/ ehe sie unter die botmäs-sigkeit der Franckischen Monarchie gediehen/dergleichen wähl und keinen eigentlichen crb-staat vor ihreHertzoge und Oberregenten ge-habt. Die Honig!, gewalt hatte zwar die MkMsutorität und^vorzug/ wurde aber durch ble^Kon.freyheit der Stände und des volckS guter »nas-sen temperiret/ die Reichs-und land-läge zudem ende gehalten/ daß jederman srey feinemeynung sagen konte / welchen daher resulti-renden schlüssen denn derKönig auch folgte/undsich Herren und Stände wohl dabey befan-den. Rayser Carl wüste dieses alte herkom- DerM»»men wohs/pflegte dannenheromit denen Für-sten und Ständen des Reichs fleißige cont'ul-tstiones und theilete gleichsam die Monarchiemit der freyheit. Und weil ihn der höchsteGOtt mir drey Printzen gesegnet/ ckeliZmrteoder recommenclirte er nicht den ältesten zurAccellion bey dem Kayserchum und Teutschenstaat/ sondern äilponirte auf einem allgemei-nen placito oder Reichs - tage im beywesenund mit consens der Stände also/ daß/welchen, diese die ehre der Rönigl. würdezulegen wolten/den soltendieübrigen brü-der davor erkennen und ehren; gestalt er KaystrCarttauch sein testament und theiiung des Reichsauf eine»n allgemeinen Reichstage trackirew jung-
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