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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
729
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Die Grcifl.lande.

vom heil. Rom. Reich.

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auff er sich A. ,700 im Zun» zum andernmahlverhcyrachetan priuceßm Annen Iohan-netten / Landgr. Wilhelms von Heffen-Rhernfels tochter.

Sein geschwister ist

(1) Grafin Christians Lucia / geb. den7 Apr. 1661 / eine gemahlin Gr.AntonitEu-sebtt von Rönigseck Aulendorff/ nunmehrowittwe.

(2) Fr l.tNaria Theresia.

(Z) Fl'!. NIaria Anna Adelheid.

Dem andern aber/ so A.16Z4 gebohren/undKayserl. Majest. gehe,mcer Rath und Ram-merer / Reichs-Hof-und Rriegs-Rathgewesen / darneben auch Kayserl. Majest. sowoh! bey dem Franckischen kreyse/ als auch an-dern hohen Ambajsaden höchst - ersprießlichedienste gechan/ ist in der regierung A-1697den 2i Febr. nachgefolget sein Hr. söhn/ den ermit Frl. Maria Eleonora / Gr. Hermannsvon Häsfeld tochttr/ erzielet/

Der hochgcbohrne Graf und Herr/HerrPhlltpv Ernst/ Grafzu Hohenlohe/Herrtn C ln^cnbnrg / welcher zuvor Domherr zuMaintz und Cölln gewesen/ hernach A.x-oiden i^Zul.zur ehe geschritten mitFr .Francifca^5a-bara/ gcbohrncc Grafin von Wely/und Gr. Wolffgangs 'Iukli von Hohenloheph'uenstem wittwe/ welche ihm den iApr.pc?2 gebohren

Hrn. Fcantz Ernst Philipp Frlderichen.

Sein stieff-geschwister von Fr.Anna Bar-bara / des Freyherrns von SchönbornPhilipp Erwinns tochter/ seines vaters an-derer gemahlin/ ist folgendes:

(1) Fr.ZlnnaLouxse/ geb.^i/GeorgiiHutardi von Mendoza / Vtcomtens vonBarbacena gemahlin den i Jun. 1687.

(2) Fr. Hedwig Anna Theresia / geb.5674/eines Portugiesischen Grasens aus demHause Lemos gemahlin.

(z) Fr.Anna Augusta/geb. 1675/ emegemahlin Hrn. Eugenii Alexanders / Für-sten vonTaßis.

(4) Fr. Maria Anna Josephs / geb. imFebr. 1678 / welche Fürst N?ilhelmumHxacinthum von Plastau - Siegen A. i6g8zum gemahl erhalten.

(s) Frl.Eleonora/ geb. ,687.

Die Grafl. Lande und Herrschafften sindbiebevor sehr ansehnlich / und Creylßhcim/Rreglingen/ Uffenhcim:c. der Verg-strich gegen Sulybach/ welches alles ietzoMarggräflich Vrandenburgisch / nichtweniger Mergentheim / und dessen viele zu-gehörungen/ die ietzo Teutfch - Meisterisch/Speckfetd/ das ietzo Limpurgtsch/ und an-dere mehr/ diesem hohen Hause zustandig ge-wesen. . .

Von denen herrschafften / amtern und stad-ten / welche die Herren Grafen jetziger zeit inFrancken noch im besitz haben/ gehören son-derlich der Pleuensteinischen linie zu Adels-hansen / vürrcnztmmern / Ebertsbronn/Elpcrsheim/ Förchtenberg/ Hcrbsthau-sen/ Hochbach / Hollenbach / Runtzelsau/

ErsteHaupt, Handlung.

Michelbach/plaffan/Pleuenstein/Schroy-berg/ IVeickersheim an der Tauber/ llVil-mersdorff an der Fenna/ so Gr. rvolff-gang Julius dem Freyherrn von Vurg-mtlchlmg abgekauffet.

Der Langenburglsche ast aber hat inson-derheit Döttingen / Ingelfinge»/ Rirch-berg / welches von denen Reichs - stadten Ro-tenburg / Hall und Vünckelspiel erkauffetworden/ Langenburg und Leonfels/un-ter sich.

Der lValdenburgischen linie hingegenstehet zu Heimbach/Rupfferzell/Ohrenthaloder Unter - Stcinbach/ das Berg-schloßund stadt Waldenburg/ u. a.m. DerPfadelbachische ast besitzet Adolzfurt/ Her-renzimmern/Meinhard und Sindringenam Kocher.Der Schiütngsfürstische ast aberhat neben dem amt Schlllmgsfürst/Äarten-stein/ Gackstatt/ Wfldenholtz/ die stadtOermgen/ welche an den grantzen von Fran-cken undWürtemberg lieget/ ist ein gemein-schafft'icher ort. Die obere GrasschaffeGleichen in Thüringen samt schloß und stadtOrdruffist aus der alten Grafen dieses ge-schlechts/ sonderlich aber Gr. Johann Lud-wigs erbschafft/ und darauff erfolgter Fürst-lich-Sächsischer beleihung A. ,6zi dem Ho-henlohlschen Hause zu theil worden. Diedörffer/ welche zur herrschafft Vlanckenhaxngehören/ haben sie an Herrn Grafen Seba-stian von Hatzfeld vor etlichen jähren ver-kauffr/ worwidcr aber das Hschfürstl. HaustSachsen-Weimar sein mißfallen bezeuget.

Das Gräfl. stamm-wapen bestehet außWaptt,.einem qvartirten schiide / in dessen i und 4sil-berr. feide zwcy zum lauffe geschickte schwacheleovardcn über einander stehen / bemercken dieGrasschafft Hohenlohe. Die 2 und z ftl-dung ist üderzwerch gerheilet/ und erscheinetindem obern schwartzen theile ein gelber zumlauffett fertiger towe/ indem untern güldenentheile zwo reihen schwache rautcn/ auf jederreihen 4 neben einander gestellet / welche dieherrschaffc Langenburg anzeigen. Ausdem vordem Heime entspringet eine rothe loheund flamme / auf welcher ein silberfarbigeradler / oder vielmehr ein phömr schwebet.Der andere Langenburgjsche heim lasset auseiner güldnen kröne zwischen zween schwachentrompen den obertheil eines gelblichten ge-krönten löwens/zum raube geschickt/ mitrothausgeschlagener zunge Herfür springen. Diepleuensteimsche linie hat ihr stamm-wapenmit dem Gletchischen schildlcin vermehret/welches sie loco boucirstNIimo angefüget. Des-sen blasonirung/als auch der dazu gehörigeHelm ist oben bey Hatzfeld beschrieben worden.Die Helm-decken sind zur rechten mit silberund roth / zu mittelst auch silber und blau/ undzur lincken mit gold und schwach bemahlet. -

Aus obiger geschlechw - erzehlung ist erin-Msgiott.nerlich/ baß die Hochgrafl. familie zum theilder Evangelischen/ zum theil der Römisch-Catholischen lehre beypfiichten. Zu Oerin-gen ist eingemeinschafftlich g/mns.

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