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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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726
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72,6

Des Europäischen Herolds erste Haupt -Handlung

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der Gräfl.familis.

den theil/ welche Fr. Maria/Gr. Michaelsdes altern zu Wertheim tochter/ ihremHerrn und gemahl/ Hr. Eberharden/ zuge-bracht/ worüber auch A. im ein vergleich mitdenen Löwensteinischen als erben des Wert-heimischen Hauses getroffen worden. Alsaber diese dargegen handelten/wurde denenErpachischen der besitz des schlosses Breubergund dessen pertinentien auffs neue im West-fälischen Frieden ausgemacht. Desglei-chen besitzen sie auch aus der herrschafftBickenbach die voigteyen Schömberg/Dannberg/ Jugenheim / und halb Habitz-heim / welche Gr. Erasmus von Erpachvon denen Vormündern der hinterlassenen Lin-der Gr. Albrechts zu Mannsfeld/ demeHr.Conrad der letzte Zreyherr von Bicken-bach/ sein schwieger-vater/solck)e im testamentbeschieden/ A.I47« um baaresgeld erkauffet.Allein im Bayrischen Krieg A. 1504 ließen sichdie Grafen verleiten/ den Chur-Pfaltzischenfehde-brieff mit zu unterschreiben/ daheroderLand-Graf von Hessen besagte örter ihnen alsverletzern der Kayserl. Majest. mit gewalt ent-zöge/ und wiewohl er auf Kayserl. imercez-llon dieselben rettnmrte/ blieb doch Nicken-bach samt 62. lehn-leuten in seinen Händen/und musten sich die Grafen des Bickenbachi-schen tituls und wapens gantzlich verziehen.Ferner ist auch das dorff Langwaden A. 1621an Hessen - Varmstadt/ Erlebrun ans stifft

wurgburg/ das dorff Crumbach nebst an-dern gütern A. i6zo an die Ritter von Vor-burg verkauftet / ingleichen die Nutzung aus de-nen stamm - gütern Somb/ Habichheim undSpachbrücken an Gr. Ludwigs zu Erpachwittwe Fr. Johannen/ gebohrner Grafin zuSayn/ vor der Kayserl. commillion A. 1662/abgetreten worden. Sonsten ist noch anzu-mercken/ daß die Grafschafft Erpach demChurfürsten zu Pfaltz am Rhein zu lehngehe / und daß das Erb-Schencken»aimder Chur-pfaly darauffhaffte.

Das stamm-wapen ist gevierdtet/ dessen Wam.rund 4 feldung überzwerch getheilet/in derenrothem oberen theile zweene silberne sternen/in dem untern silbern aber ein rother stern er-scheinet/ zu bemerckung der GrasschasstiLr-pach. Das 2 und dritte silberne qvanierführet wegen der herrschafft Breuberg zwobreite rothe zwerchstmsten. Auf dem Helmeruhen zwey püffels-Horner / welche also ge-theilet / daß des rechten ober-und des linckenuntertheil roth / des rechten untertheil aberund des lincken obmheil silbern ist. Zwischendenen hörnern erscheinen zwo kreutzweiß ge-schmückte güldene lantzen/ deren fähnlein mitzwey roth und silbernen zwerchstrasten bezieret.Die Helm-decken sind roth und silbern.

Der religio» halber ist noch zu gedencken/daß solche nach dem Augfpurgischen glau-bens-bekantniß eingerichtet sey.

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vierdten Absatzeslterdter Uunct:

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Nter denen uhralten Francki-sehen ritterlichen geschlechterndarff man auch dem Geyeri-schen nicht seinen gebührendenrühm entziehen/ als welches ei-ne gute anzahl sowohl von tapffern soldaten/als andern dem gemeinen wesen nutzbaren undqvalificirtLN Personen von vielen teculis herdarstellen kan; Und wissen die geschicht-fchrei-ber Nachricht zu geben/ daß einer/ nahmcnsVeit Geyer von Feisperg aus Francken A.z Z/O gelebet / dessen ciescenäen? sich in Oester-reich stabiüret/ und daselbst mit stattlichen gü-tern/ unter andern mit der herrschafft Oster-berg/ und den öttern / Haust/ Hart / Ar-bürg / Heimdorff/ Wallenburg / Sitzen-thal / wolffstein/ Grellendorff und Gleißangekauffet/ wie denn auch Hr. Nartholo-mäus ietztgedachten Hrn. Veits vorencke!Kayser Kiedrichs lü geheimen Ratben A.?4sO beygezeblet/ und dessen söhn Hr. Adamals Kayser Maximilians : Statthalter in' Ober-Oesterreich ausgegeben wird/ daheroes dieser brauche nicht schwer gefallen/erstlich

das Hreyherrliche pr^clicat Geyer vonOsterberg/ nachgehend auch das Gräflichevon Geyersperg zu erlangen und zu behau-pten. Vor dero nahe verwandte sind nununstreitig zu halten die ahnherren des jetzigenHerren Grasen von Geyer/ Hr. Heinrich/und dessen söhn Hr. Johann von Geyer/welcher Hrn. Sebastian gezeuget/ der eingroß - vater Hr. Johann Heinrichs gewesen/von dem entsprosten Hr. Heinrich rvolss-gang Geyer von Gibelstadt/ ein gemahl Fr.Johannen Agathen Senfftin von Sy-burg/ die ihn aber gleich in der achten wocheihres ehcstandes auf der bahre jehen wüsten/nachgehend aber den 18 Marl. 1^40 glücklichzur welt gebohren

Den hochgebohrncn Grafen und Herrn/Ihr.Herrn Heinrich lVolffgang/ des Heil.Rom. Reichs Grasen von Geyer zu Gibel« 'stadt/ Herrn zu Goldbach/ Reinsbronn/ZTleunkirchen und Ingel statt. Ihr. Kay--ftrl. Majest. ertheiltcn ihm und dessen 6stcsn>clenten beyderley geschlechts krafft eines 6-yio-mZüs 6c^.i68s dey!4Mai. die Reichs Gräf-

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