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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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723
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Ret?ata/gebohrner Grafin vonSinyendorf/welche bißhero fünff kinder gebohren/ davonnoch am leben sind: (i) Frl.EleonoraAu-gusta Zlmalia / geb. den vDec. 169z. (2)GrastBolffgang George/geb. den 2oDec.1694. (z) Frl.CarolinaFriedericaLouysa/geb. den 15 Man 1702.

ll Herr Graf Friedrich Magnus/geb.den sOctobr. 1646/ welcher den Remlingi-schen zweig unterhalt / Rayserl. Rammer-Herr/General - Fcldmarschali-Lieutenantund Obrister über einRegiment dragoner/trat zur Römisch-Catholischen religion über/als er inFranckreichreiseteund heyrathete den24^0.1678 Fr. Susannen Johannen/Gr.Joachiin Ernsts von Dettingen tochter/mit welcher er den 27 Oct. 1679 einen söhnGraf Leopold Friedrich Ernsten gezeuget.In den pa^is äotalibus war unter andern ent-halten/ daß die Fr. mutter/ als eine vor ihrereligion eifrige Dame/ die Gräflichen kinderin der Evangelisch-Lutherischen religion erzie-hen solte/ und der Herr vater sich deßfalls derväterlichen gewalt verziehen hatte. Als aber/dessen ungeachtet/ der Hr. GrafA. 1689 deneintzigen zehnjährigen söhn Graf LeopoldFriedrichen / unterm fürwand seine freude andem kinde zu haben/ entführet/ und nachWien/ um allda in derCatholischen religionerzogen zu werden / mitgenommen / entstandüber der renunciation ein äi5j?ut3t. slnd be-zöge man sich sowohl auf das exempel desvu-ca ä'^malst, welcher A. 1649 dergleichen re-Mution eines sohns an seincmEvangelischen dieväterliche gewalt habenden vater anbefohlen/als auch aufden moäum i^niencil patriam potella-tem, wider welchen der Herr vater als widersein eigen laKum nichts mit bestände vorneh-men könte. Die Fr. mutter hatte allent-halben beyfall / UNd erlangte intercellionale,an Jhr.Kayf.Majest.von dem dorpvre^vangs-ücorum. Wohin es aber endlich ausgeschlagen/ist uns unbewust. Jetztgemeldter Herren brü-der schwestern sind (1) Fr. Iuliana Doro-thea / geb. den ZO Jan. :64s/ Gr. HeinrichFriedrichs zu Hohenlohe-Langenburg ge-mahlin / von A. 1658. (2) Fr. SophiaLouysa/ geb. den 8 Jus. 1645/ GrafAlbertFriedrichs von tVolffstcin Hinterbliebenewittbe.

^ DerRüdenhausischeast hat zum erbauerWMAvbgedachten Graf Gottfrieden/ dessen en-cket Gr. Philipp Gottfried/ denioJun.1681 mit tode abgangen / nachdem er mit Fr.Annen Sibyllen Florentinen/ gebohrnerWild,und Rhein,Gräfin von Daun/ wel-che A. 1685 den 11 Mart. verschieden/erzeugetden hochgebohrnen Grafen und Herrn/Herrn Johann Friedrichen/ Grafen undHerrn zu Castell/geb. den 6 Febr. 1675 der-selbe lebet anjetzo in dritter ehe/ müssen er / wieobgedacht/ zur ersten gemahlin gehabt Fr.Charlotten Julianen / gebohrne Gräfinvon Castell/ von welcher erzielet wordenFrl. Dorothea Charlotta/ geb. den 26 Jan.i696.Diezweyte Fr.Charlotta Louysa/ ge-bohrneGrafin zuOeringen/getraut zu Oerin-gen den 5 Aug. 1696 und gestorben A. 1697/ ge-bahr im ersten kindbett eine tochter/so nur ^Erste Haupt-Handluns.

jähr alt! worden/ und den nahmen FriedericaCharlotta gehabt. Die dritte ist Fr. Ca-tharina Hedwig/gebohrneGrafin vonRan-yau und Löwenholm/mit welcher er den 22Febr. 1699 zu Drage in Hollstein beylagergehalten/ und von ihr gezeuget Frl. Frle-dericen Eleonoren den 14 May 1701.

Seine schwestern sind (1) Frl. Dorothea So-phia Floren tma/geb.den 6 Nov. 1671. (2) Fr.Sophta'Juliana/geb.den2Z Febr. 167z.Hr.

Adolph Henrichs/ Freyherrn von Rech-tem / Herrn in Almenloh und Vricsen-wenn /Deputirten der provintz Ober - Ißel/gemahlin im Febr. 169s. (z) Frl. Phillppi-na Eleonora geb. den z May 1676. (4) Frl.Johanna Elisabeth/ geb. den 27 Aug. 1679.Von seines Hrn. vaters schwestern ist noch amleben Fr. Dorothea Elisabeth/ geb. den 24May 1652/welche auff dem schloß vpiesen-brun in ledigem stände lebet.

Die GrafschaftCastell liegt imFrancken- GrälUM«.lande unweit des Maynstroms zwischen demFürstentbum Schwarzenberg und Bistthü-mernwütgburg und Bamberg/ auch denenAnspachischen undLimburgischen rerrltorüsmndwird in drey ober - amter getheilet / nem-lich das Castellische/ Remlingische und Rü-denhausische i Zum ersten gehören das berg-schloß und staniM 'HaußCastel!/ welches auffeinem sehr hohen berge am Steigerwaldzwey meilen von Kitzingen gelegen/ Feurbach/Gereut/ Fiegenbach und Schönaichen.Zum andern aber Remlingen/ Ober-undUn-rer - Allentheim / ÄüllmgLhausen undGteinbach. Zum dritten Aichfeld/ Ober-Eisentzhetm / und U)iesenbrunn. Daßaber das Hochgräfl. Hauß ehemahls in grös-serm ansehen und mehr begütertem zustand sichbefunden haben müsse/kan man so wohl aus dermenge ihrer ansehnlichen Vasallen und lehnleu-te/ worunter auch ein Abt und Reichs-Fürffgezehlet wird/ als auch denen reichen stifftungewurtheilen. Massen von ihnen das Carmeli-ter-klosier Vogelspurg am Mann erbauet/und die klöster Schwaryach / Eberach undBirckenseld mit trefflichen Pfründen besehen-cket worden/ dahero auch ihrer viel von de-nen Herren Grafen im kloster Eberach begra-ben liegen. Sie mögen aber durch kriegs-un-ruhe in grosses clecrement ihrer güter gerathetrftyn/ sonderlich nachdem sie sich A. 1268 undin folgenden jähren wider Bischoff BertholdvonN)üryburg / gebohrnen von Stem-berg/ gesetzet/ und ihn zu vertreiben/hingegenBertholden Grafen von Henneberg an des-sen stelle einzusetzen unterstanden. Welchesauch vielleicht die Ursache/ daß hernach GrasU)tlhe!m von Castell die Grafschafft anBischoff Johannen ill zu tBüryburg ausdem adelichen geschlechte dero von Grunbachverlauffet; wiewohl er von ihm damit wiederbelehnet/und also die Grafschaft^ Castell A.

1460 ein Mürybm-gisch lehn worden/beywelchem Bistthum die Grafen von Castelldas Erbschencken-amt besitzen/gestalt sol-ches Gr. Rupert A. 1168 zu erst Lcguiürethaben soll.

Zum wapen führen die Herren Grafen ein Wapen.einfach schildlein von vier qvartieren/ dessenVyp y 2 i und