»92- Des Eur opäischen Her olds erste Haupt-Handlung
die geineinsame Reichs-wohlfart concerMren- gewiedmeten Ertz-Stifftern / Fürstenthümern Mden pnncten auch die anstcllung eines Reichs- und lanbschaffcen.tages in 6e!zdersnon zu ziehen/und wegen des- (iz) AuffReichs-tagen/allwo die Her-fen ausschrcibens nothdürfflige besörderung ren Chur - Fürsten die nllernechste stelle 5^8^zu thun.' Worzu denn biliich zu setzen /daß nach der Rayserltchen Majestät in einerder Kayser alle wichtige Reichs - geschaffte lmie mit deroselben nehmen / und bey al- N'W'nach anleitung der Wahl-cApimlation mit ih- len verjämiungen haben die Herren Chur-nen commumciren soll/ und daß ohne deren ein- Fürsten etn unvermifchteö/ perpetuirliHeswilligung im Reiche nichts imponantesgcfche- und eigenes corpusundCoUegium/ welcheshen darff/ wie solches in der capituwion ste- in den Kayserlichen c^pirutscionen mit diesenci6ce zu befinden. Vernwge der befugniß Worten bestätiget wird : Auch bey ihrem ge-solchcrley prTconlulcsriones zu halten/ erach- sonderten Ruth/ in fachen des hei!,ter sich zumahl nach innhalt der letzten Kay- Reichs belangend / geruhlglich bleiben/ftrlichen Wahl -cspitu^non und des letzteren und gany ungcdrangt lasten. Darauffzu Augspurg ergangenen acku»das Churfürst- sich auch die berühmte Churfürst!. Vereinliche Coliegium berechtiget zu seyn/ so wohl die gründet/deren haupt-absehen auf die conscrvi,.erledigung sonderbarer wichtigen angele- rivn der Chursürstlichen emm-mien/ auch diegenheiten zu thun/ als auch fürnemlich bey leb- erhalttmg des heiligen Römischen Reichs beyzeiten der Kayserl. Majestät einen Römischen dessen Majestät und auffnehmen gerichtet istKönig zu wählen und die satzung des Haupt- Diese Vereinigung ist zweierlei?/ nemlichsächlichsten leßi5 prsgmaucT, nemlich der Kay- die allgemeine Churfürstliche/ welche un-ser!. Wahl - espiwlsrion, daran so wohl der ter sechs Chur-Fürsten / nemlich drey geistlicheKaystr/ als die gesamten Stände des Reichs und so viel weltliche / als Chur-Pfaltz/ Sach-verdunden sind/ alleinig und mit ausschlicffung sen und Brandenburg/ auffgerichtet/ und vonder Fürsten und Stände zu versaßen/und sich welcher anietzo geredet worden / und diemit dem Rom. Könige darüber zu vereinbaren. Rheinische Verein / welche der ChurfürstUnd ob wohl die scka publica und handlun- zu Mayntz / Trier/ Cölln und Pfaltz zur zeitMaße der gen des vorigen und ietzigcnReichs-tags zu Re- des inrerregni A. zu Wesel aufgerichtet. N; .^nf?!raäo?°Mspurg/ auch des jüngern äe^ucsrions-Lvri. Die allgemein - älteste und erste Chur- solchtt'ch-mn/ venls zu Franckfurt gnugsam bezeugen/ wie fürstl. Verein wurdeÄ. IZ99 auffdem Chur-eifrig des heil. Römischen Reichs Fürsten und fürstlichen Collegial' tage zuMayntz aufgcrich-Stände diese Churfürstl. pl-Xemmentz wider- tet/ da eben die Churfürsten damit umgien-sochten / und es endlich auch dahin gebracht/ gen/ wie sie Kayser Wentzeln wegen seines un-daß man Churfürst!» theils die Verfassung artigen regiments und Veräußerung des Her-einer ci,pitu!3ric)njs pek'peruse in denen drepen tzogthums Meyland absetzen wolten. DerReichs « Loüegüs in cleliberanon gesteilet, scvpus und ü^lus wurde also geführet.
So giebt aber auch nicht weniger die ersah- Daß wir Herren GOtt zu lobe / der heili-rung/ wie unglücklichen oder wenigen mccels gen kirchenunddem heiligen Röm. Ryche zudiese bemühung gehabt/ und ist oben angezo- eren und zu frommen und unsernundden ge-gen worden / wie stille das Fürstliche Colle- meinen landen zu notze und zu tröste/ uns feste-giumsich A. 1689 bey der glückseligen wähl clich zusammen verbunden haben/ unser leb-Königs Josephs mit dem jure cvn. oder rage bey einander zu bliben in den fachen undxzztMancli gewesen ; dahero ein hochlöbliches artikeln/ als hernachsteetgeschrieben. DaßChmfürstliches Collegium nun desto mehr da- wir Herren emich fürteil nicht suchen / sondernbey verbleiben wird/daß schon bey dem Reichs- alles sammemlich werben dun und handelnConvent dem Inlirumcnro z)Zcjz gnüge gesche- sollen. Wer nach dem heiligen Ryche stündehen sey. und sich des unterwinden wolte / one unseriio) Ist jedem Chur - Fürsten in dem aller obgenannter Herren wissen/ es wäre mitd?R^Kam- Mestphälischen frieden - schluß zugclas- vicariat oder anders/darwieder wollen wir sinfen / zum kammer - gerichte des heiligen es enwäre denn / daß das heilige Ryche ledig' ' Reichs zweene M'ellorez zu pesetenuren/ da würde /so sollen wir Herren und onser iglichersonsteu einem gantzen Kreyß nur vier Personen besunder unser rechte und Kur da an behal-zu stellen nachgelassen ist. ten. Qveme auch rede oder Werbung an ein-(11) Daß sie vor dte empfängniß ihrer chen von der stükke wegen / darzu soll derReichs-lehn und Regalien dem Kayserli- Herr unter uns den das anqvehme nit ende-?a m?d hof- chen lehn-hofe die sonstgewöhnliche lehmtapa ltch antworte geben noch dun one unserRcMen. Regalien incht bezahlen dörffen/ aller wissen und willen/und was wir Zammcnt-darinn bestehet auch eine sonderbare frcyheit. lich zu rade werden dun / das sollen wir sam-Wiewobl sie doch bey dergleichen fallen etwas memlichen dun z unterstunde auch unser Herrfreywillig als ästckenmis - gelder schencken zu der Römische Künig / oder yemand von sinenlasten pflegen ; maffen denn unter andern S. wegen oder jemand anders das Ryche ober ei-Churfürstl. Durchl. zu Psaltz / Herr Philipp niche seine zugehörung zu smeelen / oder dasWilhelm glorwürdigsten andenckens / der Ryche zu entleden/ darwieder sollen wir stm-Kayser!. cantzeley vor die ausfem'gung des mentliÄ)en sin/ und sonderlichen die fachen vonlehn-bnefts über die Chur 1000 duralen zum des von Meylan wegen / umbe das land vonrecompen, erlegen lasten. ^ Meylan sollen wir nit bestetigen.Wer mit fynt-Cbnrsürstew (12) Bleiben die Chttrfürstcnthümer schafft/oder anders an uns stmmentlichen oderS^stlich und weltlich prnvistone leZis unzer. besunders legen wolte / das soll uns Herrendar und «uff thejlet und äcxenckren von gewissen hierzu sammentlichen antreffen / und soll unser einer
sich