rrken in Sachsen erhobenen Klagen. Ihre Urft,che fallt von selbst in die Augen, wenn manDeutschlands gegenwärtige Lage nur mit einemBlick übersieht. Wenn ein Heer von dreimalhun-derttauseud Käpfen auf einmal einbricht, die ganzeobere Hälfte des Reichs besetzt und in die bittersteAruiuth stürzt, da es von seinem Kaiser ganz un-besoldet, blos auf Kosten des Bürgers und Land-manns sich weidet, wenn mehr als hundert Mil.lionen baares Geld dem Haus Oesterreich entzo-gen und ausser Umlauf in Deutschland gesezt wer-den, was Wunder, daß der Handel, wie die Müh-le ohne Wasser, mit diesem aber alles, was Ge-werb und Fabrike heißt, stille steht? Mogten dochjene Fürsten, welchen die Vorsicht Macht genugzur Vertheidigung unftrs deutschen Vaterlandesin die Hände gab, den allgemeinen Nothstand sichzu solchen Maasregeln hinleiten lassen, dadurchdem weitern Verfall des Reiches gesteuert und zurHofnung besserer Zeiten noch ein Schimmer übrigbleiben kann! Mogten wir doch der FriedrichAuguste viele haben, denen das Wohl ihrerVolker so nahe liegt, als dem weisen und beglück-ten Herrscher der Sachsen *)! iz.
*) Alles was der Verfasser bisher von Sachsenwar, wird durch de» Rückbük auf die Zczttre Zeit,gechichrc erst uiteressaur. Sic ist zu neu, um hieremcr. Wiederholung zu bedürfe», und Sachsensunglückliches Gefehlt in den lezlcrcn Jahren, derkräftigste Beweiß, daß es ander» deutschen Fürstenso wenig als dem nachhcriacn Äpuiq von Sachesc» möglich war, Napoleons zermaiiueudcr Ehr-sucht zu widerstehen und deren Folgen früher , alses nun durch die Vereinigung aller europäischenMächte geschehen ist, von ihren Staaten abzuwenden.