Recht erschießen laßt, sollte niemand sich darüberbefremden, keine Macht in Europa daran stoßen?Als Rußland über diesen leztern Unfug Beschwer-de am Reichstag erhub, sähe sich der weise Vaterseiner Lander, der Kurfürst von Baden zu Ge-genvorstellungen genöthigt, wenn er sich und seineStaaten nicht neuen französischen Gefahren aus-setzen wollte. Wie leicht hatte er in Hiobs trau-riger Lage sonst sagen müssen: Er hats gegeben,er hats genommen. Schon der Konsul Bona-parte durste sich der Ehre rühmen, vier Kur-hüte vergeben zu haben. Dafür konnte er sichalle Erkenntlichkeit versprechen, und er gewannhiedurch zugleich einen Anhang im deutschen Reich.— Gewiß ist es aber auch, daß die deutsche Reichs-verfassung dadurch einen wichtigen Stoß bekam,wobei das geschwächte Oesterreich gelassen zusehenmußte, wie verschiedene der angesehensten HöfeDeutschlands für Frankreichs Freundschaft ge-wonnen waren. Möchte doch diese Freundschaftnicht den sauren Schweiß und das Blut der Un-trrthanen bisher gekostet haben. Würtembergschlug seinen Schaden noch im vorigen Krieg auf6o Million an. Wird Baierns Rechnung ge-ringer seyn? Durch wen lief nun die Zeche sohoch hinan? Doch unfehlbar größtentheils aufVeranlassung französischer Kriegsbeiträge und Ein-quartierungen. Indessen standen damals die Hee-re Frankreichs als Feinde in Baiern undSchwaben. Diese Rücksicht machte selbst diegrößten Lasten erträglich. Was war von dem
Keind,