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Iahren die gefürstete Grafschaft Tyrol für ei»unbedeutendes, unergiebiges Gebürgland erklarte.Nun hat sich die Sprache gewaltig geändert, so,daß man glauben sollte, Baiern sey durch die-sen Zuwachs allein fähig worden, den Titel ci-nes Königreichs anzunehmen. Ist es an dem,daß Tyrol seinen Regenten nur eine mäßigeSumme einbringt, so hat das königliche HauSBaiern sich dieses Erwerbes wenig zu erfreuen.Dieses Land sey aber noch so ergiebig, so erfor-dern die starken Besatzungen in demselben be-trächtliche Summen, welche dem königlichen Ac-rarium zur Last fallen. Freilich wird von eineinneuern Verkehr zwischen Baiern und Italienviel vorgespiegelt, und man sagt Wunderdinge,die aus dem Markt von Bötzen künftig wer-den sollen *). Besonders tritt Venedig auf, wo-her das Baierland in kurzer Zeit mit allen Pro-dukten der Levante und Italiens versehen zuwerden sich Hoffnung zu machen habe. WelcheTäuschungen! kaum hinreichend den Ungewcihtenzu blenden, vielweniger das prüfende Publikumhinter das Licht zu führen. Venedigs ganz zuBoden liegender Handel braucht viele unausge-sezt glückliche Zeiten zu seiner Erholung. Nichtaber die Zeit allein, sondern baare Summenkönnen diesem vormals berühmten Handelsplatzwieder aufhelfen. Sind wohl von der französi-schen
Bekanntlich wurde das südliche Tyrol später mitdem Königreich Italien vereinigt.