22 Die Berlin-Stettincr Eisenbahn.
eine auf Kosten der Stadt gemalte Abbildung Stettinsim I. 16A9. Auf dem Hofe steht das Schau-spielhau s.
Das neuerbaute Börsen Haus, in demselben,außer der Börse, das Lokal des Casinos mit großemund schönem Saal, so wie das Lokal der Börsenhalle.
Ferner sehenswerthe Gebäude sind: das neuerbauteGebäude des Gymnasiums; das Landhaus, inwelchem die Landstände ihre Sitzungen halten, dasneue Packhofs - Gebäude an der langen Brückeund das Toussaint'sche Haus.
Auf dem Paradeplatze: Statue Friedrich desGroßen von Schadow, 1793 errichtet. Der Königin Uniform und Mantel, den Hut auf, hat den Com-mandostab in seiner Rechten und zu Füßen zwei Bü-cher. Am Piedestal: „ kriech II. komer-mia."
Sehr reich ist Stettin an wohlthätigen Stiftun-gen, von welchen vorzüglich die Taubstummen-An-stalt erwähnt zu werden verdient. Das Gymnasiumhat eine Sternwarte. Ferner bestehen hier eineZeichen- und eine Elementarschule für Schifferund Steuermänner. Die Gesellschaft für pommerscheGeschichts- und Alterthumskunde mit einer rei-chen Sammlung von Alterthümern wurde 189Z gestiftet.
Promenaden: Sehr lohnend ist ein Spazier-gang auf den Wällen; hier besuche man erst die beidenhohen Bastionen am Frauen- und am heiligen Geist-Thore, welche eine herrliche Aussicht über den nahenbelebten Strom und die Stadt gewähren. Die beidenThore, welche den Wall durchschneiden, das Anclamerund das Berliner, sind von Friedrich Wilhelm I.erbaut und mit kriegerischen Emblemen geziert. Vordem erstern Thore liegt der von der Stadt angelegtefreundliche Garten, die Plantage. — Ein anderer ent-