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Von liier an beginnt eine Aenderung in den Eintragungen. Bisher wurde der Vermerk überdie Vereidigung bei denen, die nur als Depositi eingeschrieben worden waren, nachgetragen. DasVerfahren erwies sich mit derZeit als unpraktisch. Da die nachträglich Vereidigten in dem Semester,in dem sie den Eid ablegten, nicht als Iurati eingetragen wurden, so besaß man keinerlei Angabedarüber, wie viele Iurati in jedem Semester aufgenommen worden waren. Um diesem Uebelstandeabzuhelfen, haben die Rectoren fortan auf die Nachträge bei dem Depositionsvermerk verzichtet undjeden, der nachträglich den Eid ablegte, unter den Iurati von Neuem eingetragen, so daß fortan, wasfür die Statistik wichtig ist, alle nachträglich Vereidigten und früher in Leipzig Deponirten zweimalin der Matrikel erscheinen. Während die Depositi überhaupt nicht als Studenten in Frage kamen,so gab es doch solche Eidesunmündige, die in Folge ihrer Vorbildung bereits zum Studium sichgeeignet erwiesen, und deren Zulassung gegen ein einfaches Treueversprechen stattfand, diePromittentes. Die Promittentes bilden fortan wiederholt eine besondere Gruppe. Wenn nicht, sowerden sie mit einem besondern Vermerk über die Promissio unter die Iurati aufgenommen. Hattensie das 17. Lebensjahr erfüllt, so wurde zu ihrer Eintragung der Vereidigungsvermerk hinzugesetzt.Sie bedurften nicht, wie die Depositi, der neuen Eintragung, da sie bereits Studenten waren.
W. 1669 Rector Jacob Thomasius. In beiden Handschriften gleich. Ohne Semester-überschrift. Die Eintragungen unter den Ueberschriften 1. Depositi, 2. Iurati, 3. Ob aetatemimmaturam promiserunt tantum, innerhalb jeder Gruppe nach Nationen, innerhalb jeder Nationchronologisch geordnet.
S. 1670Rector Johannes Ittig. InB8 a ohneüeberschrift. Die Eintragungen nachNationen,innerhalb der Nationen nach Iurati und Non Iurati, in jeder Gruppe chronologisch geordnet. In B 8 b istein Kupferstich eingeklebt. In der Mitte, in einem von Lorbeer umwundenen Rahmen Ittigs Brustbild.Das Gesicht ein wenig nach rechts gewandt, hohe Stirn, an den Schläfen krauses Haar, Schnurr-und spitzer Kinnbart. Der Kopf ist bedeckt mit einem schwarzen Käppchen. Ittig ist angethan miteinem durch viele Knöpfe geschlossenen schwarzen Rock, über den er einen schwarzen Mantelkragenund einen weißen Halskragen trägt. Die zur Höhe der Brust erhobene Hand hält ein Paar Hand-schuhe. In der Cartouche über dem Bilde gedruckt der Name und die Würden Ittigs, ferner:„Decemvir in Academia Liqosiensi, de qua per annos paene XL optime meruit. Nat. d. VIII.Octobris A. C. MDCVII. Obiit d, XXI Jul. A. C. MDCLXXVI“. Das Bild ist also erst nachdem Tode Ittigs eingeklebt worden. In der Cartouche unter dem Bild hat die Semesterüberschriftihren Platz gefunden. Der Kupferstich ist gezeichnet: „Christian. Romstet sculpsit“. Die Form derEintragungen wie in B8 a .
W. 1670 Rector Johann Adam Scherzer. In B8 a ohne Semesterüberschrift. Die Ein-tragungen sind nach Nationen, innerhalb der Nationen nach Depositi und Iurati, in jeder Gruppechronologisch geordnet. In B8 b gleich, nur daß hier die Depositi den Iurati folgen.
S. 1671 Rector Johannes Olearius. In beiden Handschriften gleich. Die Semesterüber-schrift fehlt. Die Eintragungen nach Nationen, in jeder Nation nach Depositi und Iurati geordnet.Die Reihenfolge ist chronologisch.
W. 1671 Rector Paul Franz Romanus. In B8 a ohne Semesterüberschrift. Die Form derEintragungen wie im S. 1671. In B8 b ein die ganze Seite füllendes Bildwerk. Fliegender Engel übereiner Berglandschaft, in der Rechten eine Posaune haltend. An der Posaune ist ein breit herab-hängendes Tuch befestigt, auf dem die Einleitung des Semesters ihren Platz gefunden hat. In derLinken hält er au einem rothen Band das von zwei Zweigen umrahmte Medaillonporträt des Rectors.Das Gesicht etwas nach links geneigt, bartlos, umrahmt von lang herabhängendem, blondem Haar.Ueber dem schwarzen Gewand ein breiter weißer Spitzenkragen. Die Form der Eintragungenwie in B 8 a .