XI
W. 1643 Rector Franz Romanus. Dic Einleitung im B8 a in schwarzer Schrift, zum Theilin Antiqua Kapitale, zum Theil in Fractur, aber ohne jeden Schmuck, füllt die ganze Seite. Die Ein-tragungen innerhalb jeder Nation, ohne Trennung in Iurati und Iniurati chronologisch geordnet.Die Iurati sind dabei als solche bezeichnet. In B8 b fehlt jede Ueberschrift. Im Uebrigen gleich.
S. 1644 Rector Georg Tobias Schwendendörffer. In beiden Handschriften gleich. DieSemesterüberschrift fehlt. Die Eintragungen sind innerhalb jeder Nation in die beiden Gruppen„Qui iurarunt“ und „Qui non iurarunt“ geschieden worden. Die Reihenfolge ist für jede Gruppechronologisch. Vor- und Ortsnamen in Antiqua, die Eigennamen zum Theil in Fractur.
W. 1644 Rector Johannes Hoppe. In B8 a als Einleitung ein großes, die ganze Seitefüllendes Bildwerk in der Form eines barocken Marmorepitaphs. Rechts unten nennt sich alsKünstler „ C. Spetner“. Im mittleren Theile das Brustbild des Rectors in einem blauen, mit Gold-ornamenten verzierten Rahmen auf dunkelgrauem Grund. Das Gesicht, ein wenig nach links gewandt,gesunde Gesichtsfarbe, lang herabfalleudes, blondes Haupthaar, blonder Schnurr- und Knebelhart.Bekleidet ist der Rector mit einem schwarzen Rock. Um den Hals trägt er einen einfachen weißenKragen, auf dem Haupt ein schwarzes Käppchen. Links vom Bild eine weibliche Figur in rotherclassischer Gewandung, die entblößte Brust geöffnet, so daß mau das Herz sieht. Sie weist mit derrechten Hand auf das Herz. In der herabhängenden Linken hält sie eine Rolle, auf der die Wortestehen: „ABSQ UE FUCO “. Rechts von dem Bilde des Rectors ein menschliches Gerippe, umhüllt voneinem weißen Mantel. Die herabhängende Linke hält eine Rolle mit der Aufschrift: „ ABSQUEFASTU“. Der untereTheil desEpitaphs enthält die Semestereinleitung in goldner Schrift auf schwarzem,von Barockrahmen umschlossenem Grund. Der obere Theil desEpitaphs wird von einem Giebel gebildet,der an der Spitze offen ist. Darin befindet sich auf einem Untersatz Hoppes Wappen. In rothemSchild nach links schreitender, aufgerichteter silberner Löwe, in den Pranken einen goldnen, vongrüner Hopfenranke umwundenen Stab haltend Auf dem Helm wachsend die Wappenfigur zwischenBüffelhörnern, die rechts roth und silber, links gold und blau getheilt sind. Die Wappendecken rechtsroth und silber, links gold und blau. Links vom Giebel eine Pflanze im Topf, rechts ein Laboratoriums-ofen. Auf den Schrägseiten des Giebels sitzen Putten, von denen die eine links Blumen, die andererechts ein Instrument für chemische Untersuchungen hält. Ueber dem Epitaph offener Strahlen-kranz, der unausgefüllt geblieben ist. Die Eintragungen werden innerhalb der Nationen, ohne daßdie Iurati und Iniurati von einander getrennt sind, in chronologischer Folge gegeben. Nur die Iuratisind als solche bezeichnet. Die Schrift ist durchweg Antiqua.
In B8 b die Einleitung zum Semester ebenfalls in der Form eines die ganze Seite füllenden,dreigetheilten Epitaphs. In der Mitte auf weißem Grunde in schwarzer, zum Theil goldgeränderterSchrift die Semesterüberschrift wie in B8 a , links davon in einer Nische zwischen zwei rothenkorinthischen Säulen, die auf goldnem Sockel stehen und mit goldnen Capitälen gekrönt sind, eineFrauengcstalt in braunem, goldgesäumtem Untergewand, weißem, mit Stickerei versehenem Leibchen,dessen Aermel aus einem schleierartigen Stoff bestehen, und einem rothen, goldgesäumten Ueberwurf.Sie trägt im Haar eine rothe Schleife und neigt das Haupt nach links, der Mitte des Bildes zu. Inder rechten, zur Höhe der Brust erhobenen Hand hält sie ein Paar Sporen, in der linken, die sieherabhängen läßt, eine Kandare. Zu ihren Füßen sitzt eine Eule. Unter der Figur wird in Cartoucho,auf schwarzem Grund in goldner Schrift ihr Name genannt: „Diligentia“. Rechts vom Bild, ebenfallszwischen zwei rothen Säulen, eine andere Frauengestalt in rothem Untergewand, violettem Ueberwurf,der an den Schultern Goldstickerei trägt, und grünem Mantel, auf dem nach der Mitte des Epitaphsgewandten Haupt einen goldnen Stern tragend. Die Rechte ist bis zur Höhe des Gesichts erhoben.Die herabhängende Linke hält ein Buch. Zu Füßen der Gestalt liegen Blumen und mathematischeInstrumente. Darunter Cartouche in goldner Schrift auf schwarzem Grund: „ EXPERIENTIA “. Inder Mitte des unteren Theils des Epitaphs in reichem, goldnem Barockrahnien das Bild des Rectors
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