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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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der blauen Husaren in Paderborn zugewiesen. Mitte August ritt das Regiment beiForbaeb über die Grenze; 8 Monate lang gab es da unaushörlichen Menstin kleinenRommandos: wagen herbeizuschaffen, haser, Heu, Stroh, Mehl, wein und Vieh zurequirieren, als Stafetten zu reiten, Sicherheitsdienst aller Art zu leisten. Hauptquartierewaren Forbach, Pont ü Mousson, Rancp; dann lagen sie 4 Wochen vor Metz, bis es am27. Oktober sich übergab; diesem für manchen so verderblichen nassen Lager ist eralücklich entkommen. Darauf kam das Regiment nach Thatillon s/S., wo eine Schwadronmit dem Stabe nebst dem Landwehrbataillon Unna von Freischaren unter RicciottiGaribaldi überfallen wurde. Daun ging es nach Paris; in Puisseaur überwintertedas Reqiment. Im März endlich erfolgte die Rückkehr, aber laugsam, st) Gage dauertedie Tisenbahnfahrt bis Paderborn. Bald darauf trat Ludwig in das Geschäft seinesBruders Julius ei» und lebt, wie oben berichtet, seitdem mit ihm zusammen in Treseld.

II. Rein rieh wintgens lind seine Angehörigen.

Heinrich wintgens, dessen frühere Schicksale Seite I öI, täö ff. erzählt sind, bliebauch nach dem Tode der Mutter in der alten Schloßwohuung. wenn er auch keinegeschäftlichen, Aufgaben mehr in Mors hatte, so wurde er und seine Frau doch durchmancherlei zurückgehalten.

Mit Mors waren sie eng verwachsen; es war für sie beide die Stätte dersaugend; da war das Schlotz mit seiner herrlichen Hingebung, die sie noch verschönerten.In dein bis dahin landwirtschaftlich ausgenutzten Teile legte er einen zweiten Parkau; da ist vielleicht kein Baum und kein Strauch, dem er nicht selbst den Platz au-gewiesen hätte. Die Pflanzung ist in den wenigen, seitdem verflossenen fahren soüppig gediehen, daß man sie für eine hundertsährige halten könnte. Dagegen verkaufteer den östlichen Teil des Parkes mit den Wohnhäusern des Vaters an den damaligenLandrat von Hochwächter (von diesem ging er au Herrn v. hauiel über). Sodannwar er au der städtischen Verwaltung als Stadtverordneter und Mitglied wichtigerRommissionen beteiligt. Iii Mörs lebten Rinder und Tnkel, deren Anwesenheit ihrenLebensabend verschönern, die edelsten Freuden ihnen bringen konnte und gebracht hat.Tr blieb also in Mörs, lebte dort still und glücklich; lind bei vorsichtiger Lebensweiseerreichte er wie sein Bruder ein hohes Alter.

wie oben gesagt, war er in der Jugend ein Iagdliebhaber; aber durch einnervöses Fußleiden wurde er seit seinem vierzigsten Lebensjahre au der Ausübung derJagd verhindert; er bediente sich zeitweise zweier Rrücken; aber nur der Sicherheitwegeil; später nabm er nur einen Stock. Über qil Jahre brachte er jedes Jahr mehrereMonate als Rurgast in Homburg v. d. höhe zu. Die goldene Hochzeit wurde 1886still gefeiert; aber beide Iubilare befanden sich in ziemlicher Gesundheit; seine Frauwar sogar noch recht rüstig.