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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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Austrocknung der Gegend die Änderung herbeiführte, später erfreute sie sich guterGesundheit.

Anfangs also bidleten schon aus Rücksichten aus die Gesundheit die jähr-lichen Reisen in die Heimat eine sehr willkommene Trholung für die junge Iaau; siebildeten aber auch das größte vergnüge» für die Rinder. Im Frühjahr reiste sie ge-wöhnlich zum Geburtstag der Mutter mit einem Rinde dahin; und im Herbste jedesJahres nahm die schon recht betagte Mutter die große Rist aus sich, deu gauzeuRausstand der Tochter, den Manu mit fünf Rindern und zwei Dienstboten, für sünsMochen zu sich einzuladen, wo dann mit ihr die Geschwister wetteiferten, den Mörsernden Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Iür die Rinder bildete schondie Reise ein großes Vergnügen, die anfangs ganz zu Magen gemacht wurde; späterbenutzte man von Düsseldorf aus die Tisenbahn, zuletzt von Duisburg aus.

Tbenso wie sie hatte auch der Gatte viele Jahre unter Rrankheiten zu leideil.Der Öffentlichkeit und allgemeinen Geselligkeit mußte er sich ganz entziehen, er konntenur dem Geschäft und der Iamilie sich widmeil; ihn plagte nervöser Ropsschmerz,alles Mögliche wurde versucht, ohne daß Linderung erfolgte. Trst im Jahre f85kbrachte eine für damalige Verhältnisse große Reise nach Rizza nnd von dort zu schiffnach Livorno, dann durch Italien und die Schweiz zurück nach Mörs ihm Linderung.Auch der Aufenthalt in der frischen Lust, wozu ihm die großeil Anlagen und seinebesondere Vorliebe für Rlumen und Verschönerung dieser Anlagen, reichlich Gelegeilheitboten, hat ihm gesundheitlich sehr genützt, schließlich hat er durch vorsichtige Lebens-führung eiil hohes Alter erreicht.

Damals war wohl die glücklichste Aeit des Hauses. Drei Haushaltungenwurden geführt, aber alle lebteil wie in einer Familie, von dem Meinberge führteeine Hteintreppe in den Gemüsegarten, aus dem mau mit wenigen schritten zudem großelterlichen Hause gelaugte, von dein aus der Großvater wie ein Patriarchdas Regiment führte, trotz seiner Jahre noch immer rüstig, energisch, mit festemMillen. Meilil er ausging, erschien er meist im hochgeschlossenen Rock mit weißerHalsbinde, ^tulpstieseln und kleinem Räppchen. Die Tnkelkinder fürchteten undliebten ihn zugleich; er ließ ihnen nichts durchgehen, hatte aber auch stets ein offenes(>)hr und eins freigebige Hand, wenn sie mit einer Ritte zu ihm kamen. Iast jedenTag speisten zwei der Tnkel bei den Großeltern, meist je eines der Rinder von Juliusllild eins voil Heinrich. Die meisten Heste wurden gemeinsam gefeiert, die Geburts-tage, das Martinssest, wie oben erwähnt, und natürlich auch das Meihnachtssest.In den Abendstunden voll 6 bis 8 Uhr bildete die Großmutter deu Mittelpunkt, daerschienen nebeil sremdem Resuch die herangewachsenen Familienmitglieder aus demschloß und der ^>tadt; da wurden vielfach die Tagessragen behandelt; das klare,

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