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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
Seite
107
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der Stadt unter kvasser gesetzt. Nie ist das kvasser so groß und wenigstens I ^höher wie in dein Hahre f740 gewesen. Die Schwaileilstraße, der Markt bis awRathanse, die Niederstraß^ die Rhein- und Heekstraße und der sogenannte Aalk-Hotz wo Herr Reiltlneister Neil er wohnh dessen Halls bekannterinaßen acht stufenhöher als die Straße liegt, war dennoch unter kvasser gesetzt und alles einerSee ähillich, so daß die Ruh- und Gberstraße, die Burg und der Rnüppelmarktallein verschont blieben und den Notleidenden zur Retraite dienten eine Not, diesich wohl empfinden, aber nicht beschreiben läßt. Die einen saßen traurig ans denDächern und suchten vergeblich Nahrung; alles war mutlos und niedergeschlagen, nurdie ^nten schwammen gackelnd durch die Häuser und besten Zimmer und schienen überdie für sie glückliche Veränderung srendig zu seilt; allein auch diese Freude war demempfindenden Menschen warnende Helehrnng. kvie schnell das kvasser angelaufenund wie sehr es viele überraschet, ist daraus abzunehmen, daß das Vieh durch diegewöhnlichen kvege der Türen nicht gerettet werden können, sondern des Tndes hinund wieder Öffnungen in den Mauern der Ställe und Häuser gebrochen werden mußten,kvie es den guten Tingesessenen des Henenkamps gehen mag, ist dem lieben Gottbekannt, ob sie noch am Leben oder unter dem kvasser und Tise vergraben sein mögen.Alle versuche, die wir anstellen lassen, ihnen zu Hülse zu kommen, wenigstens Lebens-nüttel zuzuführen, sind bisher vergeblich gewesen; sie haben mithin ihrem Schicksale über-lassen werdeil müssen. Denn das Tis hat sich ans dem Rhein durch das A'ld derRheinaus bis bald vor der Stadt gedränget, und alles, was man von dem Turinvermittelst eines Fernglases sehen und von ihnen vernehmen kann, sind die Dächervon ihren Häusern. Seit gestern morgen ist das kvasser ohngesähr zwei Hnß gefallen,also unbedeutend in Ansehung der erstaunlichen Höhe.

Hinsichtlich des Henenkamps berichtet er am 4. weiter: >vir setztet, einPräminm von 20 rr für diejenigen ans, die es wagen und die Schwierigkeiten inHrechnmi, des aufgetürmten Tises überwinden und solchergestalt den Iveg dahin bahnen,die Tingesessenen retten und ihnen Lebensunterhalt zuführen würden, Hach einerzweitägigen so beschwerlichen als gefährlichen Arbeit, gelang es den Schiffern inHealeitnng einiger Hürger bis zu den kvohnnngen durchzubrechen und den Tingesessenen,welche sie unter de» Dächern weinend antrafen, die mitgenommenen Lebensmittel zuüberreichen. Die Freude über den Anblick ihrer Mitbürger war desto größer, je we-niger sie diesen Heistand dein menschlichen Ansehn nach vermuten können und je mehrdie Hot zu steigen anfinge. Noch ein geringer Vorrat von trockenem Hrod lind un-klares kvasser, so ihre Häuser durchströmte, waren die einzigen Lebensmittel zu ihrerTrhaltnna. Sechzehn Stück Rindvieh lind zwei Pferde haben sie durch die schnellüberhand genommene Überströmnng eingebüßt . . . Ganze Schiffs mit der vollen