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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
Seite
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Mir finden da folgende Räume außer dem Tuchscherers Minkel und demalten Harbdans, das als Remise benutzt wurde, aufgezählt- die Schlafstube, dasTomptoirchen, das Borhaus, die behangene Rammer, die Rinnenküche, die Rram-kammer, den großen Saal, das Rinderstübchen, die Binterküche, die lange Rammer,die kleine Rammer neben der langen Rammer, das Tomptoir, das gelbe Rämmer-chen über der Stube, die Mägdekammer, die Rnechtekammer und den Söller.

In diesen Räumen war eine schier endlose Reibe von Besitztümern aufgespeichert,z. B. feine Servietten iso? Stück, tägliche Servietten 58 Stück; grobe is5, n?ittel-mäßigs dazu vier Stück Gebild, um tägliche Servietten daraus zu machen, jedeszu 54 bis 40 Ellen; ferner ein Stück fein Gebild von 50 Ellen mit einer Raute,zwei andere von 24 und 28 Ellen mit einer Blume, diu Ainnsachen werden aufgeführt558 jchd.; an Rnpferwerk 525 j?fd.; an Silberwerk 40 2s) Lot. Endlich vieleJuwelen und Diamanten.

Mo mögen diese alle wohl geblieben sein? Bon Hran Leonh. Mintaens geb.Zanders aus Düsseldorf wird am Ende des )8. Jahrhunderts noch berichtet/) daß siemit Juwelen behangen gewesen sei. Aber dann sind sie verschwunden. Mo sindsie geblieben?

Zu der Hranzosenzsit hörte freilich von s8kO an aller Handel und Berkehr auf;aber das dauerte doch nur vier Jahre. Sind sie in den Hreiheitskriegen auf dem Altardes Baterlandes geopfert oder danach in der Armut der folgenden Jahre preisaeaeben?Mar es die Bot, welche zum Berkaufe trieb, oder hatte der Ernst der Zeit den Sinnfür Schmuck und Schönheit unterdrückt? Tatsache ist, daß vom zweiten Iahrzelmtdes achtzehnten Jahrhunderts an bei der Errichtung von Bauten sowie bei der Be-schaffung von Gerät und den Einrichtungen des Lsanses jede Erinnernna an dieSchönheiten des Iss- Jahrhunderts und jede Hrende an denselben gefehlt zu habenscheint. Hast nichts findet man in Duisburger Hamilien von den schönen DeisterHapencen und dem chinesischen und japanischen Porzellan, nichts von alten Zinn-,Rupfer- und Silbersachen, wie man sie bis vor zwanzig Iahren noch in so manchemBauernhause finden konnte.

Johann Leonhard wird feine Sachen der Art besessen haben; er hatte zweifel-los Geschmack und Hreude daran- war er doch auch ein Liebhaber von Medaillenund Münzsammler. Denn in einem Zusatz zum Rechenschaftsbericht über dieVormundschaftsführung heißt es - Bei der Errichtung des Inventarü ist veraessen dieSpardose mit den güldenen und silbernen Medaillen und anderen raren oder altenTalern, wovon die güldenen gewogen 5fi Lot (^ über 400 gr.; ein zwanzig Mark-stück wiegt c. 78 gr., enthält aber nicht so reines Gold), die veranldeten (0/ Lot,

') Siehe tLruiiicrungeu des Fräulein Uulckhosf.

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