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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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andern irgend welche Befreiung sollizitiert weder mit Korten noch nnt Schriften, nnddaß das ^ehreibeil, welches von Jakob von dllleinand deswegen ihnen Angestellt sei,ohne ihr vorwissen, will nnd Gesinnen geschehen sei/' Ts scheint nicht, daß irgendein verdacht ans Aüchael wintgens hasten geblieben ist; denn keine s4 Tage späterwnrde ihm die Trhebnng der Aecise äbertragen, nnd iin solgenden Jahre lvllrde erzniil Ratsinitglied erwählt,

Vach dem Abzüge j?appenheiins trat keineswegs hier frieden ein, von De-zember s6öä bis Frühjahr s6Zö lagerten die -Hessen, die Bundesgenossen der Schweden,nnter Welander von Holzappel in Rnhrort nnd walsnm, nnd von s640s644 hattensie Kalkar und TIeve nnd dann auch Bens;, <inn lind Ürdingen besetzt nnd brand-schatzten von da ans das rechte wie das linke User. An der südlichen Grenze Duisburgsin schloß Angerort nnd Kaiserswerth standen Kaiserliche nnter chatzseld, in Akörsnnd Geldern Spanier. Ann drangen im Februar s6Z6 die Riederländer wieder indie Ttadt eiil; darin sahen die Spanier nlit Recht die Aushebung der Neutralität, nnd dabegann für Duisburg die allerschlimmste Zeit des sog, Ztssährigen Krieges, der fürdeil Niederrhein ein cOjähriger war. Die Spanier lauerten nicht nur den Kanslentenans, die ausreisten, sondern auch den Bürgern, die ans die Äcker zogeil, um zu pflügen,zu säen nnd zu ernten, oder die in den Wald gingen, um Bolz zu bereiteil und zu holen;sie spannten die j/serde vom Mug, nahmen die Kühe von der weide, und was sieiil ihre Gewalt bekamen, mußte mit schwerem Gelde ranzioniert werden.

Da die Besatzung nicht stark genug war, um gegeil jeden plötzlichen UeberfallSicherheit zu bieten, wurden zwei Tore vollständig verrammelt und von den beidenandern abwechselnd nur eins geöffnet, wenn cholz ans dem Walde oder wenn dieTrnte eingeholt werden sollte, zogeil die Bürger zusammen ans, begleitet von hundertund »lehr Soldaten und der gleichen Zahl bewaffneter Bürger.

vielfältige versuche wurden angestellt, um die Bentralität wieder zu erhalten.Am s8. Januar s6ös> wurden A üchael wintgens und Walther Kenten nach dem chaagdeputiert, wo zwischen ffffalz-Benbnrg und den Generalstaaten über die Neutralitätder jülich-clevischen »ande verhandelt wurde; von dort sollteil sie stracks nach Brüsselreiseil, um bei dem Statthalter der spanischen Niederlande dasselbe zu betreiben. Dazuwurden 5600 rr als nötig erachtet. Das Reisegeld war das geringste dabei; dieHauptsache bildeten immer die Verehrungen. Am 2 V begannen sie ihre Reise, nach-dem inzwischen ans Geldern freies Geleit beschafft war. Bei der Abreise wurdeibneil wacht gegebeil, eineil Wechsel zu zieheil, wenn sie mehr nötig hätten. Am4. Alärz kehrteil sie zurück, wurden aber gleich nach Rnremonde weiter zum spa-nischen Oberkommando geschickt. In Brüssel hatten sie noch 100 rr aufgenommen;nach Rnremonde wurden ihnen wieder s00 Dukaten zur Verehrung für die Fremden

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