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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
383
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Eingriffe Nassaus und Badens. Weilers Hochmut.

Duccas Remonstrationen als unberechtigt rundweg ab st denn Nievernkönne voll Nassau nicht anders als eine im Nassauischen gelegeneGrundherrschaft angesehen werden, und auch in Baden werde denGrundherren nur die niederste Gerichtsbarkeit zugestanden. Entrüstetschrieb CordierEs ist über meinen Begriff, wie das Ministeriummit den von dem Herzog feierlich gegebenen Versprechungen so spielenkann." Noch dachte er an die Einmischung des Herzogs von Dalberggegenüber diesenschändlichen Verfügungen der Regierung und desMinisterii".

Dabei erlaubte sich auch die badische Negierung Eingriffe in desFürsten Souverünitätsrechte in Hohengeroldseck; er beklagte sich darüber ^in Paris bei dem badischen bevollmächtigten Minister Bailli de Fer-rette, dieser aber erklärte sich in der Sache für inkompetent und über-sandte die Beschwerde an den Karlsruher Hof In Paris machteder Fürst, der jetzt im Faubourg St. Honorö, Rue de MironwnilNr. 29, das Haus der Madame d'H^nin bewohnte, beständig Schulden.In seinen Bundestagsgesandten, Freihcrrn von Weiler, war der Hoch-mutsteufel gefahren. Er wollte auch noch Gesandter bei dem Groß-herzoge von Frankfurt und Fürst-Primas werden und der Fürst ließihm durch Schmidt versprechen, daran zu denken, sobald auch dieanderen Nheinbundsfürsten, die nicht Könige resp. Großherzoge seien,besondere Gesandte erhielten Cordier hingegen war kein einziger Fallbekannt, wo kleine Höfe Gesandte bei dem Primas Hütten, selbstNassau, der Präsident des Fürstenkollegiums im Rheinbunde, hattekeinen Gesandten bei ihm; der Fürst von der Lehen hatte das kleinsteLand unter allen Konföderierten und nicht die geringsten Geschäfte mitden primatischen Landen °.

So kam Hochmut noch direkt vor dem Falle, wenig Monatedarauf gab es keinen Rheinbund und keine leyensche Souveränitätmehr, die Gesandtenfrage war von selbst erledigt.

' 31. Mai 1813. (K.. c.)

' An Schmidt, Frankfurt, 13. Juli 1813. (O., e.)

- 8. Juni 1813.

* Ferrette an Philipp, Paris, 19. Juni 1813. (O. Nr. 5498. H.W.)

' Philipps Privatsekretär Philipp Bertrand an Schmidt, Paris, 39. Juni 1813fO.); Weiler an Schmidt, 3. Juni und 29. Juli 1813; Schmidt an Weiler, Seckbach,9. Juli 1813. (Kt. Nr. 5591. H.W )

* Cordier an Schmidt, Frankfurt, 18. Juni 1813. (O., c.)