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Tod Sophien?.
mir nicht vorstellen, daß ich sie nicht mehr sehen werde I inmittenmeines Schmerzes empfinde ich aber einen süßen Trost durch dieHoffnung auf das Eheglück, welches Prinzessin Amalie einst in ihremBunde mit Herrn von Tascher kosten wird, den die Grafen undGräfinnen von Stadion und Schönborn und alle, die ihn kennen, inhöchstem Grade loben. Jeder sagt von seinem Herzen, seinen Grund-sätzen und seinen guten Sitten Gutes; er hat für seine zukünftigeSchwiegermutter die Gefühle eines Sohnes gezeigt, was wohl an-getan ist, den gerechten Schmerz der Prinzeß Amalie zu versüßen 2."Kurz vor der Fürstin Sophie Tod hatte Ducis sie in der Tracht desEmpire in ihrer ganzen Schönheit gemalt 2. Während in allen leyenschenOrten das Trauergeläute ertönte, sandte Philipp die Todesnachrichtam 16. Juli an die Höfe, und von überall kamen die Kondolenzen
Napoleon lehnte Philipps Aufwartung ab, denn „es ist nichtBrauch bei uns und ich weiß, es ist Seiner Majestät nicht an-genehm, wenn man vor ihr in so tiefer Trauer erscheint. Ich glaubedarum, Sie werden besser tun zu warten, bis die erste Zeit herumist" 2. Die Exkaiserin Josephine hingegen, die von dem Unglück ge-hört hatte, bat Philipp dringend und voll Wärme um nähere Nach-
^ Madame de Combe war als Mademoiselle de Brunei und Chanoinesse deMalte Amaliens Erzieherin gewesen, sollte dies bis zu deren 16. Jahre bleiben unddann 1106 Gulden Reichswährung alljährlich beziehen, wozu sich Graf Philipp fürsich und seine Erben am 26. Juni 1862 in Wiesentheid verpflichtete. Sie heirateteMonsieur de Combe des Naveilli und Philipp willigte ein, ein Viertel dieser Pensionihrem Manne, falls er sie überlebte, lebenslänglich zu zahlen, während sie auf einViertel verzichten wollte, falls ihr Gatte vor ihr stürbe. Dies Abkommen unter-zeichneten Philipp und Frau von Combe am 2. November und 13. Dezember 1865in Paris und Baireuth. (K. Nr. S416. H.W.)
2 Madame de Combe an BrixiuS, Erlangen, 6. August 1810. (O. Nr. 464. H.W.)
" Das Bild hängt im fürstlichen Schlosse zu Waal. Dort sind auch inehrercBilder Philipps; sein Gesicht ist unschön, unliebenswllrdig, sein Auge hat keinenoffenen Ausdruck, auch verrät er wenig Geist.
^ Sie liegen, 36 an Zahl, im Originale im Hausarchive zu Waal, Nr. 493.Graf Lavalette schildert den Tod der Fürstin in seinen „Erinnerungen" etwas ab-weichend von obiger Darstellung. (Im Dienste Napoleons. Erinnerungen desGrafen von Lavalette. 2. Bd. 1. Aufl. Neue deutsche Bearbeitung vonGustav Kuntze. Stuttgart, s. a., S. 38/39.)
° Oberzeremonienmeister Graf Segur, im Auftrage des Oberkammerherrn Herzog?von Talleprand, an Philipp, Paris, 21. Juli 1816.