Immer wieder Nievern.
Marschall ihn „um Rcmedur", die Antwort Marschalls vom 29.aber i fiel dahin aus, die ehemals ritterschaftliche Herrschast Nieverngehöre nicht zur Souveränität des Fürsten von der Lehen und manbleibe bei den Hertwich gemachten Eröffnungen. Am 29. Juli erhieltdas leyensche Amt Ehrenbreitstein die herzogliche Weisung, sich am1. August mit allen Ortsvorständen und ziehungsfähigen Rekrutenvom 18. bis zum 25. Jahre in Rüdesheim einzufinden, widrigenfallses kassiert würde. Dieselbe Weisung ging an das Amt Nievern. „Danun der allgemeinen Sage nach der rheinische Bund zur Dispositiondes Protektors Seiner Kaiserlich Königlichen Majestät von Frankreicheine Armee aufstellen werde", so wies Barth den Schultheißen Grisaran 2, er solle erklären, der allgemeinen Bundeszwecke wegen wolle derFürst von der Lehen seinen Kontingentsbeitrag stellen.
Im Juli 1808 starb Baron Hertwich und der königlich bayrischeGeheimrat Freiherr von Weiler erhielt 14. Oktober 1808 den Postenals leyenscher Bundestagsgesandter 4, vom Fürst-Primas begünstigt; ersollte eigentlich erst Honorar beziehen, wenn der Bundestag eröffnet wordensei; vom 1. Januar 1811 an bezog er einstweilen 200 Gulden jährlich.
Im August 1808 schickte Nassau den Freiherrn Hans von Gagernzu Napoleon, um für Nassau eine weitere Bereicherung auf Unkosten desGroßherzogtums Berg zu erzielen und auch Nievern zur Sprache zubringen 5. Philipp hingegen protestierte bei dem Herzoge FriedrichAugust 6 gegen die Eingriffe und erklärte sie „mit seinen in der Herr-schaft Nievern habenden Befugnissen unvereinbarlich". Der Herzog ant-wortete am 26. August ^ mit einem Philipps Regierung ganz uner-warteten, erst am 11. September eintreffenden Vorschlages bis zumAustrage der Sache die Ausübung der Souveränitätsrechte in derHerrschaft Nievern dem herzoglichen Hause zu überlassen.
Am 30. April 1809 hörte die Kreisgemeinschaft des SchwäbischenKreises auf und am 4. Mai 1809 fand in Stuttgart der Verteilungs-
! O. (Nr. 4482. H.W.)
' Barth an Philipp, Ehrenbreitstein, 29. Juli 1808. (O., c.)
^ Hertwichs Tochter, Freiin Margarete, hatte Peter Joseph (von) Cordier geheiratet.- Weiler an Philipp. (O. Nr. 5203. H.W.)
' Nr. 4482. (H.W.) ° 16. August 1303. (K. Nr. 4486. H W.)
' Dies Schreiben fehlt in Waal.
° Cordier an Schaller, 12. September 1803. (Kt. Nr. 4482. H.W.)Äleinschmidt, Arenberg usw. 24