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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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358 Hoffnung auf Vergrößerung.

Im Hinblicke auf die Rheinbundsakte meinte Schmidt i, dieArtikel 25 und 34 seien für das Hans von der Leyen besondersWichtig, der erstere, weil Leyen und Baden die Orte Zunsweyer undSchutterwald gemeinsam besäßen und weil man vielleicht das vonHohengeroldseck ganz enklavierte Dörfchen Mittelbach erhalten könnte.Am passendsten für Leyen und Baden wäre, wenn Leyen seine Mit-herrschaft in Zunsweyer und Schutterwald, seine Ansprüche auf dieSouveränität in den ritterschaftlichen Orten Hofweyer, Niederschopf-heim, Franckenstein und Diersburg und seine Jagdgerechtsame aufbadischem Gebiet an Baden abtreten und dafür von Baden die OrteMittelbach, Dörlenbach und Schwaighausen erhalten würde. Cordier,der noch immer glaubte, Napoleon werde dem neuen Fürsten Philippzu dem erhöhten Titel und Rang auch ein größeres Gebiet geben,sagte 2, der wesentlichere Teil der Hoffnungen und Wünsche sei ja bisjetzt unerfüllt geblieben, doch dürfe man den Mut nicht sinken lassen,Napoleon werde den Fürsten schon erhöhen) vielleicht könne Roux ^bei Talleyrand auskundschaften, ob der Fürst seine Entschädigung amBodensee finden werde. Da Philipp seinerzeit Napoleon in Mainzgesagt hatte, seine Verluste links des Rheins betrügen über 4 MillionenLivres, so befürchtete Cordier, Napoleon habe in Erfahrung gebracht,daß Philipp hierin sehr übertrieben habe, und werde das PhilippGebliebene als ein hinlängliches Auskommen betrachten Dabei liefenGerüchte um, das Haus Nassau wolle die kleinen Stände verschlingen,und der leyensche Rat Etscheid meldete aus Fachbach, das leyenscheHaus sei dabei mitgefährdet. Schmidt schrieb Cordier das über alleMaßen von Napoleon begünstigte Großherzogtum Baden werde Hohen-geroldseck nie aufgeben, es schädige auch Leyen beständig.Alle Vor-stellungen finden in Karlsruhe kein Gehör, und nur von diesem Hofehängt es ab, uns mit einem DAachement französischer Gendarmerie

^ An Cordier, Seelbach, 3 t. Juli 1806. (O. Nr. 5203. H.W.)- An Schaller, 31. Juli 1806. (Kt., e.)

^ Peter Le Roux, preußischer Geheimer Legationsrat in Paris, einer der tüchtig-sten Beamten des Departements der auswärtigen Angelegenheiten.

^ Bei Winkopp, Der Rheinische Bund, Bd. 1, sind die GesamteinkünftePhilipps ans 40000 Gulden aus Hohengeroldseck und 90000 Gulden aus seinenritterschaftlichen Besitzungen berechnet.

° Seelbach, 13. August 1806. (O. Nr. 5203. H.W.)