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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
330
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Hoffnung auf die Abfindung mit Abteien.

den Grafenüber alles Maß verkürzt" st die Abteien boten absolutkeinen Ersatz fiir den linksrheinischen Verlust von 63 Orten, 152Höfen mit Gebäuden, 25 herrschaftlichen Wohnungen und Schlössern,1516 000 Morgen Waldungen und nach Abzug der Saline 236 000Gulden Jahreseinkünften. Die Abspeisung erschien Brixius doppeltjämmerlich, wenn er sie mit der überreichen Entschädigung für denGrafen Sickingen verglich. Sollte nicht Graf Sickingen mit daranschuld sein? Hatte er doch im Dezember 1797 noch vor der AnkunftSeyberts und Brixius' in Rastatt der Reichsdcputation und der fran-zösischen Kongreßgesandtschaft ein Promemoria eingereicht, das nurvon Blieskastel, Burweiler und Dcpendenzen sprach und deren Rentenauf nur 78 000 Gulden angab! Sickingen war stets gegen Leyengewesen und hatte es dahin gebracht, daß in Rastatt der erste Ein-druck allseitig gegen Leyen war. Jetzt galt es vor allem, Mathieuzu interessieren 2. Graf Stadion hatte Brixius durch Handbillett sofortdas Leyensche Entschädigungsmaterial genannt st das dieser, wie ge-sagt, für höchst ungenügend ansah. Graf Philipp reiste nach Schwabenund sah sich nach den fünf Abteien um, über die Schmidt in Seel-bach genaue Beschreibung und Berechnung lieferte Röthlein hattein Wien dem Kaiser Franz selbst am 19. und dem Baron Frank am20. Juli das traurige Los des Grafen vorgestelltDer kurmainzischeStaatsmann Freiherr von Albini fand hingegen die Entschädigung desGrafen noch zu gnädig und entsetzt schrieb Brixius an CordierWennmehrere teutsche Ministres und Deputationsglieder solch ein ungünstigesUrteil über den Verlust unseres Herrn Grafen wie Herr von Albinifällen, so laufen wir Gefahr noch beschnitten zu werden. Dies wolleGott verhüten, denn am Ende bliebe gar nichts von dem übrig, was

i An Cordier, Frankfurt, 29. August 1802. (O. Nr. 5181, e.)

- Cordier an Brixius, 3. September 1802. (Kt., c.)

° Brixius an Cordier, Frankfurt, 28. August 1802. (O., e.)

^ Schmidt au BrixiuS, 2. September 1302. (O., e.) Ausführliche Akten (Korre-spondenz mit den Behörden der fünf Abteien, Berechnung der Erträge usw.) sindin H.W.

° Röthlein an Cordier nach Regensburg, Wien, 20. Juli 1802. (O., e.) Nochimmer enthielt Graf Philipp trotz aller Forderungen Röthlein ein ständiges Honorarfür seine Dienste vor. Röthlein legte Mai 1803 sein Amt nieder; er starb am12. Februar 1845.

° Frankfurt, 18. September 1302. (O. Nr. 5480, e.)