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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Graf Franz Karl.

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Hörden in Koblenz in Streit, verließ er, zum Kummer der Koblenzer,1771 den Leyenschen Hof und siedelte dauernd nach Blieskastel über,wo ihn die Nachbarschaft des pfälzischen Hofes in Zweibrücken unddes nassauischen in Saarbrücken bald zu einem kostspieligen Hofhalteverleitete. Karl Kaspar IV. und Damian Adolf (s. S. 285) hatten um1680 mit dem Bau eines neuen Schlosses in Blieskastel begonnen) zuerstentstand die Orangerie spätestens 1690 sing der Schloßbau an. DasSchloß wurde 1717 vollendet, diente aber bald nur als Nebengebäudeund es entstand auf alten Fundamenten ein stattliches Schloß, etwa 75 inlang, vier Stockwerke mit zwei Ecktürmen Geschmackvolle Anlagen,Gärten mit exotischen Pflanzen, ein Tiergarten umgaben das Schloß, dieMauernach den Gärten hin trug Statuen und Vasen) vielleicht war,wie bei den Lotzbeckschen Gärten in Lahr, der kurtrierische BaudirektorMichel d'Jxnard dabei tätig Kunstgegenstände wurden zum Schmuckedes Fürstensitzes von allen Seiten verschrieben, die Korrespondenz derGräfin Marianne mit ihren Vertrauten berührt oft Aufträge und Bestel-lungen. Der Graf schenkte denFranziskanern von der strengenObservanz" 1775 einen Bauplatz unmittelbar neben dem Schlosse, dasHolz zum Bau, die über 11000 Gulden kostende Ornament- undParamentenausstattung einer Kapelle und gewährte alle möglichen Er-leichterungen, wie dies seine Witwe weiter tat ll Die im Barockstileausgeführte Klosterkirche sollte auch die Grablege des Leyenschen Hauseswerden) die Patres sollten den höheren Unterricht pflegend FranzKarl ließ seit Juni 1765 die St. Annakapelle bei Burweiler umbauenund 1769 das Langhaus der protestantischen Kirche in Mimbach er-

an Cordier, Frankfurt, 16. Januar 1800. H.W.). Ihr Hochzeitskleid ist als Casulain der Kirche zu Burweiler.

^ Jetzt Privatbesitz.

- Eine getuschte Zeichnung des Schlosses aus dem Jahre 1790 befindet sich im3. Bande der Bandenkmale in der Pfalz (s. o.).

° Ludwig Eid. Die große Rcichszräfin. Zweibrücken 1896.

^ Am 28. Oktober 1773 weihte der ErzPriester Dekan Weiler aus BlieSbrückcndas Kloster zu Ehren der Namcnspatrone Marianncns und ihres SohneS, St. Annaund Apostel St. Philipp, ein. Das Kloster ist heute Stadtpsarrkirche, Psarr- undSchulhauS und Lateinschule.

" Der Kapcllenfonds ertrug damals zirka 400 Gulden jährlich. Marianne gabgroße Beiträge zum Klostcrbau, am Nundfenster über dem Kirchenportal wurdenMedaillons von ihr und ihrem Sohne eingefügt.