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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Friedrichs Rentenforderung.

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man hätte in Wien stipulieren sollen, daß der, welcher die Souve-ränität Ihres Landes erhalten würde, auch deren Lasten übernehmenmüßte, die Frankreich trug, als es Sie ungerecht der Souveränitätberaubte." Zwackh riet Friedrich, sich in einem persönlichen Gesuche beiFriedrich Wilhelm III. ein Moratorium gegen die Gläubiger seinesVaters, die ihn sehr bedrängten, zu erwirken. Sehr lästig war auchder Streit mit den Rheingrafen, die Friedrich noch immer 11000Gulden vorenthielten. Der Verkauf Rennebergs wäre zu empfehlen,aber man bekäme keine 25 000 Gulden dafür. Zwackh schloß mitTrauer darüber, daßdas schöne Gebäude, das er ihm in Regens-bnrg erbaut, durch die Umstände, die Gewalt und die Ungerechtigkeitdemoliert worden sei". Zwackh, der im Februar 1817 in den bayri-schen Geheimen Rat eingetreten war, hatte sich im vollen Vertrauenseines Königs im Mai 1817 nach Mannheim zurückgezogen und war

1818 Staatsrat im außerordentlichen Dienst geworden. Er schrieb

1819 an Friedrichs nach Ormesson:

Laut bekenne ich, es ist eine schreiende Ungerechtigkeit, daß mandem fürstlichen Haus Salm nicht mehr die Summe verwilligt, welcheFrankreich für den Verlust der Souveränität stipuliert und bezahlthatte. Da aber der Bundestag in Frankfurt ohne Macht, der Bundohne ein Gericht ist, welches das Wetzlarer ersetze, so muß man derGewalt weichen."

Wiederholt forderte Friedrich seine Rente von 45 000 Frank vonder französischen Regierung, der Advokat Delacroix Frainville machteihm ein Gutachten in dieser Sache 2 und beantragte die Zahlung desRückstands als einer durch die französische Regierung kontrahiertenSchuld, bis zum 22. Januar 1814, dem Ende der französischen Sou-veränität in jenem Gebiete. Am 29. März 1816 schrieb ^ zwarder Finanzminister an Friedrich, die Hindernisse wegen Zahlung derRückstände seien gehoben und er könne diese jetzt bekommen. Frank-reich hingegen weigerte sich, die Rente weiter zu bezahlen; der Mi-nister Herzog von Richelieu schrieb ^ an Friedrich, der König könnefür ihn wie für den Fürsten Salm-Salm und den Herzog von Aren-

' O., e.

- Paris, 3. Februar 1316. (S.K.)

' O., e.

^ Paris, 9. September 1816. (O. S.K.)