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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Friedrichs Charakter.

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Bilderbeck an Friedrich,ich brauche Eurer Durchlaucht nicht zuWiederholen, daß das künftige Bestehen Ihres Hauses jetzt auf demSpiele steht." Und an Zwackh schrieb er indessen Friedrich sich anNapoleon nur brieflich wendeteDieser gute junge Mann ist auf-gewachsen, wahrlich aber nicht auferzogen worden, um das zu leisten,was das Schicksal in diesen betrübten Zeiten von ihm erheischt. Erist in schlimmen Händen gewesen, doppelt schlimm, da seine gegen-wärtige Lage meiner Ansicht nach nur durch eine zweckmäßige Heiratnach des Kaisers Wahl sollte verbessert und durch eine Alliancebefestigt werden; davon darf man ihm aber nicht sprechen. . . . DerFürst ist nicht allein mißtrauisch, sondern karg zuweilen bis zur Filzig-keit; letzthin erklärte er in Gegenwart von Wimpffen, dem er mitgroßem Unrecht sein Zutrauen schenkt, er würde mir keinen Hellervor völlig ausgemachter Sache geben. Diese Äußerung ist mir umso kränkender, da ich von ihm noch nichts gefordert habe und auchwirklich noch nichts erhalten. Noöl kostet seinem Fürsten monatlichan 1500 Frank. Dies mag der junge Herr bedenken und es füreinen glücklichen Znfall halten, mich just an Ort und Stelle, mitgutem Willen versehen, gefunden zu haben. ... Muß ich nun for-dern, so glaube ich nicht übertrieben zu sein, wenn ich 500 Frankper Monat a ckato des 1. November 1810 verlange, mithin 4000Frank bis jetzt. ... Ich habe Onkel und Neveu miteinander aus-gesöhnt . . ." Endlich nahm Friedrich am 18. Juni eine Audienz beiNapoleon in St. Cloud, doch fiel sie unbefriedigend aus; er schwieggegen Bilderbeck; dieser aber riet ihm ferner die Levers zu besuchenund sich bei dem Herzoge von Bassano zu zeigen.Es ist ja eine lästigeSache, ich weiß wohl, aber ihre Wichtigkeit ist so groß, daß Eure Durch-laucht ohne Zweifel keine Schwierigkeit machen und sich ihr unterziehen."Zwackh riet ebenfalls Friedrich er solle in Paris bleiben, bis seinLos entschieden sei, und suchte Bacher auszuhorchen, doch vernahmletzterer nichts Günstiges.Die Frau", klagte Bilderbeck Zwackhbeherrscht den Fürsten völlig, sie erfreut sich des Einflusses eines

' Paris, 21. Juni 1811. (O. Z.A.)

- 12. Juni 1811. (O. 1. 59. ä.k.)° 23. Juni 1811. (O. S.K.)

- Wetzlar, 7. Juni 1811. (O., e.)

° Paris, 10. Juli 1811. (O. Z.A.)Kleinschmidt, Urenberg usw.

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