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Reunion.
die Bocholter Regierung da die salmischen Gebiete „mit dem Kaiser-reich unter der Negierung Hollands 2 vereinigt worden, so höre selbst-verständlich jede Ausgabe an eine andere Autorität auf", somit auchdie Truppenzahlung an Nassau,
Mittlerweile hatte Friedrich IV. trotz des Rats von Zwackh undanderen Klugdenkenden die überschuldete väterliche Erbschaft enrn bona-lloio invsntarii doch angetreten, anstatt zu verzichten. Bilderbeck ver-sprach sich wenig von ihm „Unter uns, mit diesem jungen Herrn istes nicht gut, zu tun zu haben. Seine hiesige Lebensweise ist nichtsweniger als zweckmäßig; sie bringt ihn nicht zu der Konsideration,die ihm so nottäte. . . . Sein Haß gegen seinen Onkel ist über alleBeschreibung. ... Er ist schlecht umgeben, übel beraten und wirdnoch manche traurigen Erfahrungen machen, bevor er zur Erkenntniskomnit. Seine Lage, das Unglück seines Hauses hatten mich für ihnsehr eingenommen; ich muß gestehen, daß mich sein Betragen sehrabgekühlt hat . . . froh werde ich sein, wenn wir einmal miteinanderim Reinen sind." Friedrich empfand seine Unerfahrenheit in Ge-schäften und bat Zwackh ihm stets zu raten, ohne freilich immerdessen Rate zu folgen.
Auf Dalbergs Weisung ging Bacher ins Salmer Land und er-klärte der gemeinsamen Regierung 5, der Kaiser habe, um die Kon-tinentalsperre gegen das schändliche England ^ besser durchzuführen,leider das salmische Land mit seinem Reiche vereinigen müssen, dochwolle er den Fürsten kein irgend vermeidliches Opfer zumuten undBacher komme nun zur Besitzergreifung und zum Arrangement mitden fürstlichen Kommissaren. Konstantin entließ die Untertanen?, voll
^ Bocholt, 22. Januar t811. sO. ^..r., Besitznahme durch das holländisch-französische Gouvernement der Ämter Ahaus und Bocholt betr. L.. 4V. St.Mr.)
- Holland war seit 9. Juli 1810 mit dem Kaiserreiche vereinigt.
° An Zwackh, Paris, 27. Januar 1811. (O. Z.A.)
« Paris, 25. Februar 1811. (O., e.)
- Ahaus, 20. Februar 1811. (O. L,.r. 38. St.Mr.)
° „England, das durch sein Blockadesystem, seine Geheimratsbefehle und seineGewalttaten gegen die Neutralen alle Barrieren des Völkerrechts umgestürzt, zerstörtund mit Füßen getreten hat, drohte, daS Aufhören allen Handels, den Ruin jederIndustrie und die Isolierung der Völker für immer herbeizuführen" usw.
' Anholt, 23. Februar 1811. (O. L..r. 38. St.Mr.) Er nannte sichhier nicht mehr „souveräner Fürst", sondern nur „Fürst von Bocholt, Ahaus und Anholt".