Prinz Moritz und Zwackh.
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nicht an ckoneours zu sparen, und gab zu 15 000 Gulden als Vor-mund seinen Konsens.
„Vor Gott, den Meinen und den Menschen", schrieb er anZwackh 5, „will ich es rechtfertigen. Lieber Zwackh, hier ist der Augen-blick nicht, zu sparen. Sie haben kein Geld, Sie müssen Geld findenund nach Paris. Wo hat der Prinz von Lciningen Geld gefunden,um selbst nach Paris zu gehen? Womit ist Greuhm ^ schon zumzweiten oder drittenmal da? Mau muß in diesen Fällen Geld finden.Sie können sich auf Schieß gar nicht verlassen; haben Sie denn seinealten Streiche vergessen? Wenn Salm-Salm ihm 100 Carolin indie Rippen wirft, so verkauft er unseren Herrn Gott. Auf Noöl garnicht, denn Sie werden sich doch erinnern, daß wir allezeit von Salm-Salm geprellt sind worden, auf Grenhm ebensowenig, der Fürst vonLciningen ist ja des Rheingrafen Sohns Vormünder — also meineSchwester allein muß negociiren, Sie aber, lieber Zwackh, Sie alleinkönnen sie beraten und da müssen Sie dabei sein. Sie weiß keinenUnterschied zwischen der Pfalz oder Westfalen zu machen, sie weißnicht, was ein Land ist, wo Stände sind, sie kennt den Charaktervon den Preußen nicht, in einem Wort: il kaut lui inoktrs los xa-rolos ü In bonollo, und dann ist sie vortrefflich, um zu begehren.Uos Uranyais na savant xas reknser ü nno folis kamma. Adien,mein lieber Zwackh, jetzt ist der Augenblick, wo ich Ihnen zwei Körperwünschen täte, die eine Seele wäre hinlänglich."
In einem gleichzeitig an Amalie abgehenden Memoire ^ nannteMoritz den dem salmischen Gesamthause zugedachten Teil des Münster-landes „das Sibirien Deutschlands", Heideland ohne Korn und Wein,mit wenig Wald; man könne keinen Handel treiben, da man zwischenPreußen und der batavischcn Republik eingesperrt sei; Moritz wollte aueine solche Einlösung der französischen Verpflichtung an den Sohn seinesBruders nicht glauben, dies könne „der Friedensstifter Europas" nichtgut heißen. Auch Moritz sprach für den Ersatz durch schwäbische« Abteien. Zwackh sprach in Paris mit Durand (s. o.), der freundliche
Zugeständnisse machte; die französische Gesandtschaft am Reichstage
' 4 August 1802. (O. Z,A.)
^ Ludwig Franz Grcuhm, Geheimer Legationsrat in Bertin, Geschäftsträgerdes rheingräflichcn Hauses in Berlin.
° K. Z,A.