Begräbnis.
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und um meinen kleinen Ernst zu erziehen. Er wird keine Waise sein,Amalie, weil Du seine Mutter werden willst. Adieu, meine zärtlicheSchwester! Die Religion, die mich beim Eintritte ins Leben in ihrenSchoß aufnahm, steht mir im Gefängnis zur Seite und wird michbis zum Grabe begleiten. Ihre väterliche, aber strenge Stimme heischtfür meine vergangenen Fehler die Tränen, welche die Natur fürmeine Schwester und für meinen Sohn von mir fordert. MögestDu eines Tags alles erfahren, was Dein Bruder und seine Unglücks-gefährten an Trost den mutigen und wohltätigen Dienern dieser Re-ligion verdanken. Adieu, versprich mir, für meinen armen Ernst zuleben. Erinnere Dich Deines unglücklichen Bruders. Friedrich."
Mit 1313 anderen Leichen wurde die Friedrichs in eine Grube ge-worfen, die Amalie tags darauf von Arbeitern, die sie mit großen Opferngemietet hatte, öffnen ließ; über die Grube gelehnt, trotzte sie einenTag lang dem Anblicke, der Hitze und dem Gerüche in der Hoffnung,den Bruder unter allen Enthaupteten an drei Wunden zu entdecken;es war nicht möglich Später kaufte sie den blutgetränkten Boden,der vor dem Garten der Augustinerinnen bei dem früheren DorfePicpus lag, und umgab ihn mit einer Mauer; dann kauften Damenaus den Häusern Noailles, Montagn und La Fayette, deren An-gehörige auch in dieser Grube lagen, den Garten; Amalie aber er-richtete endlich mit ihrem Neffen, Fürst Friedrich IV., in Picpusein einfaches Mausoleum als Grablcge der fürstlichen Familie Salm-Kyrburg 2.
War schon Foissac 1795 mit Versen auf Friedrich an Amalieherangetreten 2, so beauftragte sie durch die Marquise de Cröqui, ihreund Nivarols Freundin, die selbst Friedrich besungen hatte ch Treneuil
1 Trcncuil, s. 0.; Hcius - Chronika der Fürsten Salm-Kyrburg. O. S.K.^ Amalie an die Superiorin des Klosters der Kongregation, 17. Mai 1828.(Kt. H.S.)
- Paris, 4. Pluviöse III. (21. Januar 1795). O. H.S.
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