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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Fürst Friedrich III.

Rheingraf", lebte lieber in Paris als in Kirn führte am 20. Juni1747 die Primogenitur in seinem Hause ein und erhielt infolge seinerHeirat mit der Erbtochter des fürstlichen Hauses Hornes und Overisqueam 12. Januar 1763 dessen reiche Besitzungen in den österreichischenNiederlanden. Nach seinem Tode folgte ihm am 7. Juni 1779 seinältester Sohn, Fürst Friedrich III. Johann Otto Franz.

Am 13. Mai 1745 zu Henry Chapelle im Limburgischen geboren,wurde er am College Louis-le-Grand in Paris erzogen und zeigtefrühe neben guten schlimme Eigenschaften, die das von seiner Schwester,der Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen, ent-worfene schmeichelhafte Lebensbild ' wesentlich anders erscheinen lassen.Er trat mit siebzehn Jahren in kaiserliche Kriegsdienste, verließ sie1770 und wurde französischer Oberst mit 20 000 Frank Gehalts5. September 1778 Brigadier. Mit seiner Frivolität paßte er anden Hof Ludwigs XV., der ihn auszeichnete, die um die DauphineMarie Antoinette geschalte galante Welt fand ihn reizend, und auchVoltaire war, als er denselben 1771 in Ferney besucht hatte, von ihmeingenommen. Als Sausewind lebte Friedrich darauf los, von denFrauen verwöhnt und von Sinnlichkeit beherrscht; er reiste viel umher,hielt sich für einen Prachtkerl und entbehrte, von der Mutter blindbewundert, jeder Selbstzucht. Instinktiv wendete sich Ludwigs XVI.reiner Sinn von ihm ab, Friedrich erschien nur noch bei großen Hof-festen und mußte bald, da er ein Freund schlechter Gesellschaft war,jedem Schmeichler vertraute, durch Spielaffären und sonderbareDuelle ^ an seinem Rufe einbüßte und seinen Mut zweifelhaft er-scheinen ließ, auf die Achtung der Besseren verzichten. Nach des

^ Die Kyrburg über Kirn war Juli 1734 von den Franzosen eingerissen worden.(C. Schneider, Kirburg und Kirn zur Zeit der französischen Einfälle, von 1681bis 1735. Kirn 1846.)

^ Handschriftliche Biographie. S .K.

^ Auf diese verzichtete er in einem Briefe an Ludwig XVI. 18. Sept. 1737von Neujahr 1788 an, dann erhielt sein Bruder Moritz vom Könige 6000 Frankdavon. sXO. XVIII. Bd. 13. X.X.; Xrolüvos xarlsmsntairos äs 1737 s,1860. kromiöro ssris. ?. 10. Paris 1873.)

^ Oomto äs LsAur, Nömoiros ou souvonirs ob anooäotos, '1. 1. Stutt-gart 1829; äo I,s8surs, Lorrospolläanos oomxlsts äs la Aur^niss On Ostkanä,V. 2. Paris 1865; liuoion ?ors^, Liswiis ä'uno xrauäs äame au XVIII °sisolo. 1,a krinossss llölöns äv lägns. 16. Auflage. Paris 1892.