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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
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88 Ludwig Engelbert und Vincke.

erklärt, daß seine Absicht nicht sei, nur einen Augenblick länger imfranzösischen Kriegsdienst zu bleiben."

Diesem Schreiben folgte eines an VinckesVon dem Augen-blicke an, da die Kriegsmacht der verbündeten Mächte das rechteRheinufer besetzt hatte, hoffte ich, mein Haus in die Rechte undVorzüge, welche die Übermacht der französischen Regierung ihm ent-zogen hatte, wieder eingesetzt zu sehen; ich dachte wohl nicht, durchdieses sonst so glückliche Ereignis selbst dasjenige verlieren zu können,was Deutschlands Feinde als bloßes Privateigentum verschont hatten.Der Krieg sollte indessen auch noch dieses Unglück über meinHaus ziehen, und meine Bemühungen, den Beweggrund davon zuerfahren, sind bis jetzt vergeblich geblieben. Im Publikum hat mandarüber mancherlei Gerüchte in Umlauf gebracht; sie sind aber ins-gesamt so grundlos, daß ich, solange wenigstens die MünsterischeRegierung sie nicht ausdrücklich für die ihrigen erklärt, ihre nähereWiderlegung für überflüssig erachte. Unter anderem gehört dahinder Vorwurf, daß mein Sohn für Frankreichs Sache gestritten.Wie es scheint, setzt man dabei zwar voraus, daß es ihm wenigstensfreistand, im November oder Dezember des verwichenen Jahrs ansder engländischen Kriegsgefangenschaft zurückzukehren. Schon deranliegende Auszug eines Schreibens vom 4. Mai ^ wird gleichwohlEure Exzellenz überzeugen, wie wenig es von meinem Sohn ab-hing, nach seinen Gesinnungen und Wünschen zu handeln. AnderenKriegsgefangenen, die bei deutschen Regimentern gestanden, mag esgelungen sein, ihre Freiheit unter der einzigen Bedingung zu er-halten, daß sie für Deutschlands Sache fechten sollten. Mein Sohnhatte ein französisches Regiment angeführt, und nach vielen Bemühungenerhielt er erst am 15. d. die Erlaubnis, nach den Niederlanden zurück-zukehren, wo ich hoffe, daß er bald eintreffen werde. Schon zumvoraus habe ich von ihm die bestimmte Versicherung, daß er sogleich

' Brüssel, 26. Mai 1814. (O., e.)

^ Bridgeworth, 4. Mai 1814 (K., franzosisch):Man sagt uns täglich, dieGefangenen würden abreisen, doch sehe ich diese Nachricht nicht verwirklicht. LieberVater, tuet gütigst Euer Möglichstes, um mich noch vor der Masse der Gefangenenvon hier loszureißen. Es scheint, weil man es einem Oberst abgeschlagen hat, wirwerden London nicht passieren dürfen. Es drängt mich, wieder in Ihren Armenzu liegen usw."