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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
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§ 1. Vor der Revolution.

Das arenbergische (arembergische) Haus ist ein Zweig des glänzend-sten Hennegauer Geschlechts, des Hauses Ligne, das 1047 mit Fastr^ vonLigne (Städtchen zwischen Ath und Leuze) erscheint und in Thierry,Baron von Ligne, 1142 seinen direkten Stammvater verehrt. Zufolgeseines Heiratskontraktes nahm Graf Johann von Ligne, Baron vonBarbanson (st 1568), als er 1547 Margarete, Schwester und ErbinRoberts III. von der Mark, des letzten Grafen von Arenberg, Herrnvon Neufchätel, Mirouart, Longpr^, Villance, Naaldwyk und Loen-hout (st 1544), heiratete, Titel und Wappen des mit diesem erloschenenHauses Arenberg an und verzichtete für sich und seine Nachkommenauf Namen und Wappen von Ligne. Das Stammschloß Arenberglag auf einem Eifelberge im oberen Ahrtale, das einst den Grafenvon Are gehörte, im Kreise Adenau des Regierungsbezirks Koblenz,und bis zur Zeit der französischen Revolution eröffnete ein aren-bergischer Kommissar alljährlich am 1. Mai feierlich die Ahr

Johann von Ligne (s. o.) wurde von Kaiser Karl V. 1549 alsReichsgraf bestätigt, seinen Sohn Karl erhob Kaiser Maximilian II.am 5. März 1576 in Wien zum Reichsfürsten und erhob zugleich dieAllodialgrafschaft Arenberg zur gefürsteten Grafschaft; am 17. Oktober1576 erhielt das Haus Arenberg Sitz und Virilstimme am Reichstage.In den kurrheinischen (niederrheinischen) Kreis wurden Margarete(st 1596) und ihr Sohn, Fürst Karl, 1577 aufgenommen; sie mußtenwegen Haus und Schloß Arenberg und Zubehör zwei Mann zu Roßund sechs zu Fuß zum Kontingente dieses Kreises stellen. Die spätererhöhte Stellung konnte in natura oder in Geld geleistet werden,wurde aber stets in Geld, anfänglich mit 2640, dann mit 4000, seit

^ Chr. von Stramberg, Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Anti-quarius. Mittelrhein. III. Abteilung. Bd. 1. Koblenz 1853.