Druckschrift 
Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
272
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Die gegenwärtigen Verhältnisse gestatten es den Inhabern meinerFirma leider nicht, ihre Glückwünsche anders als schriftlich auszusprechen.Ich bitte Sie aber, statt dessen einer bescheidenen Erinnerungsgabe anIhrem Ehrentage einen freundlichen Empfang zu bereiten, einer Blumen-schale, deren Original vom Rhein und gerade aus dem Jahre 1818stammen soll.

Möge Ihre Firma auch in dem beginnenden neuen Jahrhundert denehrenvollen Platz behaupten, den sie sich durch die Umsicht und Tatkraftihrer Inhaber errungen hat, mögen Sie auch fernerhin den Stolz genießen,daß die zielbewußte Leitung in den Händen der Familie Bachem bleibt,mögen Ihre Unternehmungen in aller Zukunft von dem gleichen Segenbegleitet sein wie bisher, Ihnen selbst zum Ruhme und zur Ehre desdeutschen Buchhandels, des deutschen Volkes.

Mir aber möge es vergönnt sein, die freundschaftlichen, persönlichenund geschäftlichen Beziehungen, die seit so langen Jahren zwischen unsbestehen, auch in Zukunft erhalten zu sehen.

Der Hauptvorstand des Deutschen Buchdrucker-Vereins,Dr. V. Klinkhardt: Der Tag des hundertjährigen Bestehens Ihres hoch-angesehenen Geschäftshauses gab uns willkommenen Anlaß, Ihnen durchZusendung einer Gedenktafel unsere herzlichste Anteilnahme zu bekunden.Gestatten Sie uns, daß wir Ihnen auch noch hierdurch unsere wärmstenGlück- und Segenswünsche darbringen.

Wir erinnern uns dabei dankbar der großen Verdienste, die Sie sichseit einer Reihe von Jahren um unsere Vereinsbestrebungen durch ehren-amtliches Wirken im Hauptvorstand und namentlich im Kreis II (Rhein-land-Westfalen) erworben haben.

Eine besondere Freude hat es uns bereitet, daß der Ehrentag IhrerFirma Ihnen Veranlassung gegeben hat, unserem Verein durch eineStiftung im Betrage von 5000 M. Ihr freundliches und förderliches Wohl-wollen aufs neue zu bezeigen.

Wir sprechen Ihnen dafür unseren innigsten Dank aus und verbindenhiermit die Mitteilung, daß wir dem Gesamtvorstand in seiner am 6. d. M.stattfindenden Sitzung Kenntnis von Ihrer hochherzigen Schenkung gebenund einen Beschluß über die Verwendung der Zinsen des Stiftungs-kapitals in Ihrem Sinne herbeiführen werden.

Verein deutscher Zeitungs verleger, Dr. Faber, Vorsitzender,Dr. Bartsch, Generalsekretär: Zu dem heutigen Jubeltage senden wirIhnen namens des Vereins deutscher Zeitungsverleger die aufrichtigstenund herzlichsten Glückwünsche. Indem wir mit Ihnen den Blick zurück-lenken auf die an Mühe und Sorgen, aber auch an segenbringenderArbeit und Erfolgen überreiche Zeitspanne eines Jahrhunderts, gedenkenwir mit besonderer Teilnahme und berechtigtem Stolze Ihres Wirkensauf unserem eigensten Gebiete. Was Ihre Inhaber in nie ermüdenderHingabe an ihre Ideale und in furchtlosem und unbeirrtem Eintreten für