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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
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kriege Deutschland anfing, sich vom Drucke zu erholen, den korsischeEroberungslust jahrelang auf unser Vaterland gelegt hatte. Damals legteJohann Peter Bachem den Grundstein zu dem stolzen Bau, der heute eineZierde des rheinischen graphischen Gewerbes bildet. Nur wenige Jahrekonnte er sich dem Aufbau des Hauses widmen, dann übernahm seinBruder Lambert Joseph Franz Bachem die Firma, in dessen Familie sienun durch drei Generationen einen Aufschwung erlebt habt, wie nurwenigen beschieden ist. Hatte Lambert Joseph Franz Bachem, seinenNeigungen folgend, sich mehr der Buchdruckerei zugewendet er stelltedie erste Schnellpresse in Köln auf und rief schon 1824 die Kranken-kasse für Buchdrucker und Schriftgießer ins Leben, so gab der SohnJoseph Bachem dem Verlage die große Bedeutung, die er seither einnimmt.Sein Bemühen galt neben der Hebung der katholischen Belletristik, dieer durch Herausgabe vorbildlicher Sammlungen und Einzelwerke förderte,und der Schaffung eines Verlags allgemein bildender Bücher für Katholiken,dem Ausbau der von ihm 1860 gegründeten Kölnischen Blätter, die heuteunter dem Namen Kölnische Volkszeitung die größte katholische ZeitungDeutschlands sind. Ihr reihten sich bald eine Reihe anderer Zeitungenund Zeitschriften kirchlichen und pädagogischen Inhalts auf gleicherReligionsanschauung an und kündeten den Namen der Firma der katho-lischen Welt des ganzen Erdballs. Die Enkel führen die Firma im Sinneder Voreltern weiter. Sie mehrten ihren Ruhm, indem Sie sich an diekatholische Jugend durch Herausgabe mustergültiger Jugendschriftenwandten.

Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler darfdeshalb heute, am Jubeltage der Firma, den Inhabern der Firma J.P. Bachem,insbesondere seinem Mitglied Herrn Franz Xaver Bachem, neben seinenherzlichsten Glückwünschen seine Freude und Genugtuung über die schierunübersehbare Summe von ersprießlicher Arbeit aussprechen, die währenddes verflossenen Jahrhunderts an dieser Pflanzstätte deutschen katho-lischen Geistes geleistet worden ist. Möge die Firma weiter blühen undgedeihen zur Freude ihrer Besitzer, zum Ruhme des Buchhandels undzum Segen unseres geliebten Vaterlandes!

Leipzig, 4. Mai 1918.

Der Vorstand des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig.

Artur Seemann, Karl Siegismund, Paul Schumann.

Der Vorstand des Deutschen Verlegervereins, Leipzig: Esgereicht dem Unterzeichneten Vorstande zur besonderen Freude, Ihnenzu dem Tage, an dem vor hundert Jahren Ihre Firma gegründet wurde,die herzlichsten Glückwünsche des Deutschen Verlegervereins aus-zusprechen.

Das hohe Ansehen, dessen sich Ihre Firma in allen Kreisen erfreut,und die große Ausdehnung, die Ihr Betrieb in dem verflossenen Jahr-hundert genommen hat, lassen uns dem Wunsche Ausdruck geben, daß