Druckschrift 
Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
258
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verehrten Herren, unsere herzlichsten Grüße zu diesem Tage darzubringen.Viele Arbeit, die Sie in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben, istuns und unseren Arbeiten zugute gekommen. Vor allem sind es zweiEigenschaften, die uns unendlich genützt haben. Das ist Ihr Idealismusund Ihr arbeitsfreudiger Optimismus, wie Hr. Franz Bachem sichausdrückte. Wie sollten wir unsere Arbeit erledigen, wenn nicht dieIdeale uns trieben, alles das zu tun, und wie sollten wir oft in der Arbeitweiterkommen, wenn nicht der arbeitsfreudige Optimismus uns triebe!Das ist es, wobei gerade Ihre Zeitung, Ihre Unternehmungen uns unter-stützt haben. Nicht allein, daß Sie unsere Arbeit der Bürgerschaft ver-mitteln, sie ihr mundgerecht machen, Sie haben auch selbst in IhrerZeitung und in Ihren Unternehmungen selbständig gearbeitet, uns IhreGedanken gebracht, uns unterstützt, unsere Arbeit befruchtet. Und sohaben wir in den letzten Jahren einen erfreulichen Aufschwung gehabt.

Gleichzeitig stattete der Redner noch einen besonderen Dank ab alsVorsitzender der Stadtverordnetenvereinigung der Rheinischen Zentrums-partei und der Kommunalpolitischen Vereinigung, vor allemfür die der Vereinigung zu Gunsten ihres Organs, der KommunalpolitischenBlätter, zugedachte Jubiläumsgabe. Hr. Robert Bachem habe bei derGründung des Organs Pate gestanden und als solcher im Laufe der Jahrees an Wohlwollen nicht fehlen lassen. Der Pate bringt immer ein gutesGeldgeschenk mit, besonders wenn die Kinder so arm sind, wie unserOrgan es bei der Gründung war. Unser Pate gab uns einen großenKredit, und ich habe oft mit Schrecken daran gedacht, wenn unser Kontoeine recht bedenkliche Höhe erreicht hatte. Aber wir kannten unserenPatenonkel und haben vertrauensvoll weiter gearbeitet. Heute habenwir bereits annähernd tausend Stadtverordnete und Gemeindevertreterin unserer Vereinigung zusammengefaßt, und sind nun endlich in derLage, unsere Kommunalpolitischen Blätter auf eigene Füße zu stellen.Daher ein ganz besonderer Dank auch von dieser Seite. Wenn wirZusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, werden wir die Kämpfe,die uns in den nächsten Jahren bevorstehen, überwinden können, Kämpfe,die viel, viel schwerer sein werden, als wie die Vergangenheit siegekannt hat.

Hr. Hauptmann Berndorff entledigte sich des Auftrags desHerrn Gouverneurs der Festung Köln, die herzlichen Glück-wünsche auszusprechen:

Diesem Befehl bin ich um so lieber nachgekommen, als ich als Leiterder Presseabteilung so viele Gelegenheit habe, persönlich mit Ihnenzusammenzuarbeiten. Ich muß gestehen, die vielen Fesseln, die denTageszeitungen heute durch die Zensur angelegt werden, sind in soliebenswürdiger Weise von den Herren getragen worden, daß mir dadurch