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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
256
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großes Interesse nimmt. Es ist sicher, daß der Verlag von J. P. Bachem,daß besonders die Kölnische Volkszeitung, die jetzt auf der Höhe, voll-ständig und unbestritten auf der Höhe ist, in der katholischen Pressedie führende Rolle hat, daß sie viel gewirkt hat, gerade im Sinne desErzbischofs von Köln, dem zunächst die Pflicht der Erhaltung und desSchutzes der Religion am Herzen liegt. Redner gab im Namen des HerrnErzbischofs und Kardinals dem Wunsche Ausdruck, daß der Aufstieg derFirma weiter gehe, daß die jetzigen Herren Bachem, die im Sinne derVäter arbeiten und die Fahne, die der alte J. P. Bachem getragen hat,weiter tragen und zur ferneren Entfaltung bringen. Dazu gebe der HerrErzbischof gerne seinen Segen. Ihm persönlich sei es eine große Freude,daß er der Träger dieser Botschaft Sr. Eminenz sein könne. Er verbindedamit seine persönlichen Glück- und Segenswünsche.

Herr Oberbürgermeister Adenauer überbrachte Glückwünschenamens der Stadt Köln:

Die Glückwünsche, die ich als Oberbürgermeister der Stadt, in derSie nun seit hundert Jahren wirken und schaffen, Ihnen ausspreche, sindvon besonderer Wärme und von besonderer Freude getragen. Wenn Siean sich vorüberziehen lassen, was diese hundert Jahre an Umwälzungenund Fortschritten, auf technischem, auf kulturellem, politischem undkirchlichem Gebiet gebracht haben, dann können Sie einigermaßen er-messen, welche Pflichttreue, welch ehrliche Konsequenz undwelch Unentwegter idealismus in diesen hundert Jahren hier tätiggewesen sein müssen, um den von Anfang an hochgesteckten Idealentreu zu bleiben, trotzdem aber auch den Fortschritten der Zeit zu genügen.Selbst wer wie ich sich rühmen darf, ein Freund der Herren Bachemund ein alter Leser und Freund Ihrer Zeitung zu sein, ahnt ja nur imentferntesten, welche Unsummen von Schwierigkeiten und inneren sowiebehördlichen Widerständen und Reibungen in diesen hundert Jahren imSchoße der Firma ausgestanden worden sind. Um so höher muß unsereBewunderung sein für die Männer, ich nenne nur den verstorbenen Vaterder heutigen Herren Chefs, die es verstanden haben, allen Schwierigkeitenzum Trotz die Firma hochzubringen. Welch hohe Auffassung von Idealis-mus und wahrer echterReligiosität muß in dieser Familie herrschen,wenn es ihr gelungen ist, immer wieder diese neuen Sprossen zu treiben!

Sie haben, meine verehrten Herren, in Ihrer Tagespresse eine größereAufgabe sich gesteckt, als im allgemeinen eine politische Zeitung dastut. Sie sind einem großen Teile der Bürgerschaft dieser Stadt undeinem großen Teile Deutschlands ein Führer und Wegweiser in manchenNöten der Vergangenheit und in religiösen Fragen geworden, so daßheute ein viel engeres Band zwischen Ihnen und dem großen Kreise