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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
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Kölner Local-Anzeigers zum Mitraten und Mitarbeiten berufen sind, allunser Wirken und Schaffen unter den Schutz Gottes stellen wollen,durchdrungen von der Ueberzeugung: Wenn der Herr das Haus nichtbaut, arbeiten umsonst, die daran bauen.

Wir gedenken in aufrichtiger Pietät der beiden ersten Gründer dieserFirma, Johann Peter Bachem und Lambert Bachem. Sie haben kurznach der Einverleibung der Rheinlande in den Großstaat Preußen in ihremBereiche und mit ihren Mitteln das, was König Friedrich Wilhelm III.als vordringliche Aufgabe des Staates bezeichnet hat, zu erfüllen getrachtet,nämlich dem Volke durch die Pflege geistiger Güter das zu ersetzen, wases in langen Kriegsjahren an physischer Kraft verloren hatte.

In stetiger, kluger, tatkräftiger Weiterführung hat dann Josef Bachemdie Absichten der beiden Gründer verwirklicht und hat der Verlagsfirmaein in Staat und Kirche festgegründetes Ansehen verschafft, ja über dieGrenzen des deutschen Sprachgebietes hinaus, ich darf es sagen, einenWeltruf erworben. Die drei Männer haben nicht bloß als Kinder ihrerZeit gelebt und für ihre Zeit gearbeitet; sie haben auch ihre Herzens-frömmigkeit und ihre Nächstenliebe, ihren Fleiß, ihre Pflichttreue undihre Opferwilligkeit als gereifte Früchte und als kostbares Vermächtnisihren Nachfolgern und Erben überantwortet; diese dürfen wir an ihremEhrentage mit den Worten des Dichters beglückwünschen:

Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,

Der froh von ihren Taten, ihrer GrößeDen Hörer unterhält, und still sich freuend,

Ans Ende dieser schönen Reihe sichGeschlossen sieht.

Als einzige unmittelbare Zeugin aus der Zeit des ersten Aufschwungesder Firma lebt noch in hohem Alter von beinahe 88 Jahren Frau Catha-rina Bachem, die Witwe Josefs Bachem. In ihrer staunenswertenGeistesfrische nimmt sie in ihrem stillen Heim im Siebengebirge teil andieser Gedächtnisfeier, und es ist mir eine freudig empfundene Pflicht,von dieser Stelle aus ihr unsere Grüße und unseren Glückwunsch zuentbieten und daneben den ganz besonderen Wunsch, daß der Friedebald in diese Lande wieder einziehe und mit seinen milden Strahlen denLebensabend von Frau Bachem noch lange verschönen möge. (Bravo!)Das, was die Gründer der Firma J. P. Bachem in Köln geschaffen haben,das hatte nicht bloß örtliche Bedeutung, es wuchs hinaus über dieMauern und über das Weichbild Kölns und schuf durch den Buchverlagund durch die Kölnische Volkszeitung zumal einen geistigen Güteraus-tausch zwischen der rheinischen Hauptstadt und dem großen deutschenVaterland.

Die Quellen, aus denen die Inhaber und die Leiter dieses Hauses ihreKraft zu ihren weitblickenden Unternehmungen geschöpft haben, waren