Die Wohlfahrtseinrichtungen der Firma.
1. Haus- Betriebs- und Zuschußkrankenkasse.
Schon drei Jahre nach der Errichtung der Druckerei gründeteLambert Bachem 1824 eine seinerseits mit 10 Berliner Talerbedachte Hauskrankenkasse für die erkrankten Gehilfen,die bei freier ärztlicher Behandlung und kostenloser Lieferungvon Arzneimitteln ein wöchentliches Krankengeld von 2 Taler3 Silbergroschen bezogen. Für Verstorbene wurden 6 Taler Sterbe-geld gezahlt. Das „Reglement“ vom 1. Oktober 1824 verpflichtetejeden Gesellen zum Beitritt. „Jeder durchreisende Buchdrucker,wenn er ein ordentlicher Mensch ist, erhält aus dieser Kasse2 Silbergroschen Reisegeld.“ Jeder Arbeiter, der fünf volle Jahregearbeitet hatte und durch Altersschwäche oder sonstige unver-schuldete Gebrechen arbeitsunfähig wurde, erhielt lebenslänglicheine Unterstützung im Verhältnis des Kassenvorrats bis zumHöchstbetrag von einem Berliner Taler wöchentlich.
Den Bemühungen Bachems war auch das Zustandekommender „Kranken- und Fremdenanstalt für Buchdruckerund Schriftgießer in Köln am Rhein“ zu verdanken, dieam 24. Mai 1838 ins Leben trat und in welcher die BachemscheHauskasse aufging.
Im Besitze der Familie befindet sich eine kleine silbervergol-dete, hübsch gravierte Schnupftabakdose mit der Inschrift:Dem Stifter unserer KrankenkasseL. Bachem
Die Buchdrucker und Schriftgießer Cölns1843.