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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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1859 an die Stelle der wunderschönen früheren Gärten desJesuitenkollegs trat, die zur französischen Zeit in den städ-tischen Botanischen Garten umgewandelt worden waren. DieVerkehrsbedürfnisse erforderten naturnotwendig eine Verbindungmit dem Straßenzug Unter Sachsenhausen-Gereonstraße, zu derder Eisenbahngesellschaft 1857 das Recht der Enteignung ver-liehen worden war. Die geplante Bahnhofstraße durchschnittnun das Bachemsche Grundstück in recht unglücklicher Weise,so daß es langwieriger Verhandlungen bedurfte, bis ein Ein-vernehmen erzielt wurde.Nach zweijährigen Bemühungen,heißt es in einem Bachemschen Rundschreiben aus demJahre 1861,ist endlich das durch das Expropriationsgesetzbedrohte Verbleiben meines Geschäftes in dem seit zwanzigJahren bekannten Lokale (Marzellenstraße Nr. 20) für einst-weilen gesichert.

Die alten Gebäude, Geschäftshaus und Druckerei, mußtennun niedergelegt und durch Neubauten ersetzt werden. Zudem entstehenden Eckhaus an der Bahnhofstraße wurde am25. Mai 1861 der Grundstein gelegt, dessen im Juni 1906wieder zum Vorschein gekommene Urkunde von 43 Unter-schriften bedeckt ist.

Für die Dauer des Neubaues meines Geschäfts-Locals, besagt einPlakat,verlegte ich mein Comptoir, so wie die Buchdruckerei und Ex-pedition der Zeitung: »Kölnische Blätter« in das Nebenhaus, Marzellen-straße Nr. 18 (früher Krusesche Apotheke). In den Grundstein wurdenein gezeichnetes Blatt mit den Unterschriften der Geschäftsangehörigenund des Maurermeisters Pet. Roß, sowie Druckmuster und eine Nummerder Kölnischen Blätter eingelegt.

Von der Grundsteinlegung zu dem Druckereigebäude erzählt einePergamenturkunde vom 30. August 1861, daß der Stein gelegt wurdevon Joseph Bachem, Firma J. P. Bachem, Verlags-Buchhändler undBuchdrucker, und seiner Ehefrau Catharina Bachem geb. Degen, inGegenwart ihrer Kinder Franz, Karl, August und Fridolin, des VettersRobert Bachem, des Redacteurs der »Kölnischen Blätter« FridolinHoffmann und des ganzen Geschäftspersonals, gegenwärtig aus sechzigPersonen bestehend.

Die neuen Gebäude kamen in die Bahnhofstraße zu liegen.Das fünfgeschossige, helle und luftige Druckereihaus von etwa20 m Frontlänge und 9 m Tiefe konnte schon im nächsten Jahre(1862) bezogen werden. Das Eckhaus beherbergte im Erdgeschoßdas Ladengeschäft und die Kontorräume der Verlagsbuchhandlung