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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
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und erfreute sich großer Beliebtheit. Rektor Cüppers und GerhardHennes sind die am meisten darin vertretenen Schriftsteller.

Der Buchverlag im Kriege.

Der Krieg hat auf den Buchhandel in mehrfacher Weise einenbedeutsamen Einfluß ausgeübt. Zunächst schien bei dem allgemeinbefürchteten wirtschaftlichen Zusammenbruch der Buchhandelals Handel mit Luxusgegenständen Bücher waren noch nichtals Gegenstände des täglichen Bedarfs erklärt! in erster Liniein Mitleidenschaft gezogen zu werden. Manche Verleger glaubtenden Sortimentern allen Kredit entziehen zu müssen und nur gegenBarzahlung liefern zu dürfen. Als sich dann die unerwarteteTatsache zeigte, daß der Krieg im Gegenteil eine unerhörte Geld-flüssigkeit im Gefolge hatte und das wirtschaftliche Leben geradezuaufblühte, da machte sich auch die Nachfrage nach Büchernin einer Weise bemerkbar, daß der Buchhandel den Anforderungenkaum genügen konnte. Nicht zum wenigsten trug hierzu derungeheure Bedarf des Heeres bei. Leuten, die früher kein Buchangesehen hatten, drückte die Langeweile des Stellungskriegesund der Etappenwache Bücher in die Hand. Die allerorten ent-stehenden Feldbuchhandlungen und Feldbüchereien stellten unge-heure Anforderungen an den Verlagshandel.

Diesen erfreulichen Verhältnissen standen weniger erwünschtegegenüber. Je länger der Krieg dauerte, um so mehr nahmen diefür die Buchherstellung nötigen Rohstoffe an der allgemeinenTeuerung teil. Dieser Umstand und die allgemeine Teuerung derLebenshaltung machten fortgesetzte Zuschläge zu den sonst sounverrückbaren Bücher-Ladenpreisen nötig.

Nach dreijähriger Kriegsdauer war es schon schwierig, Papierzur Buchherstellung zu erhulten. Dazu waren die Papierpreiseauf eine Höhe gestiegen, die nur schwer mehr in die Bücher-preise einzurechnen war, und Unternehmungen, die durch Massen-auflagen auf billige Preise angewiesen waren, mußten vielfachauf Neudrucke verzichten. Oft las man in den buchhändlerischenBlätternVergriffen. Neudruck erst nach dem Kriege möglich.Von Jahr zu Jahr ging seit der Papier-Rationierung der demVerleger von der Berliner Papierstelle bewilligte Prozentsatzzurück unter gleichzeitigem steten Anziehen der Preise.