wie dasjenige des Direktors des Kölner Botanischen Gartens Dr.P. Esser über „Das Pflanzenmaterial für den botanischen Unter-richt“, von dem der erste Teil über Anzucht vorliegt, dasjenigedes Dr. Friedr. Knauer über „Tierwanderungen und ihre Ur-sachen“, die Veröffentlichungen des Prof. Gockel über „das Ge-witter“ und die „Schöpfungsgeschichtlichen Theorien“, Lützelersreich illustrierte Abhandlung über den „Mond als Gestirn undsein Einfluß auf die Erde“, sowie viele Schriften der Görres-Gesellsehaft.
Auf welchem Wege das deutsche Volk zu der Weltanerkennungseiner Bedeutung gekommen, aber auch gleichzeitig zum Gegen-stand einer tiefen Beneidung geworden ist, davon gab Schul-rat Karl Kollbach ein anschauliches Bild in seinen Wande-rungen durch die Fabriken, Werkstätten und HandelshäuserWestdeutschlands, das er in den zwei Bänden „DeutscherFleiß“ entwarf. Ein großes mühsam gesammeltes Material istdarin gründlich verarbeitet und in belehrende, angenehm lesbareSchilderungen verwoben worden.
Auf geschichtlichem Gebiet brachte das Jahr 1907 einWerk von hohem Gegenwartswert, das die Zentrumspolitik in ihrerEntwicklung, ihren Hemmnissen und ihrer Verkörperung inLudwig Windthorst darstellte. Mit diesem bedeutsamen,auf urkundlichem Material ruhenden Lebensbilde entsprach Dr.Eduard Hüsgen einem Bedürfnis weiter katholischer Kreise.Das Buch ist für alle, die sich irgendwie mit Politik beschäftigen,von größtem Wert, aber auch Nichtpolitiker werden darin vielSchönes und Wertvolles zur Zeitgeschichte finden. Der Verfasserhat den richtigen Ton für eine volkstümliche Darstellung gefunden,und es wurde dankbar begrüßt, daß der Verlag 1911 eine billige,noch verbesserte und mit 148 Abbildungen versehene Volks-ausgabe des Buches veranstaltete. Hüsgen hat sich selbst mitdem trefflichen Werke ein Denkmal gesetzt, das seinen Namendavor schützt, vorzeitig vergessen zu werden.
Weiter seien hier erwähnt die neuen Bände der DumontschenGeschichte der Pfarreien der Kölner Erzdiözese, die DekanateBlankenheim, Siegburg und Stadt Bonn betreffend. Prof. Dr.H. Günther veröffentlichte 1906 seine „Legendenstudien“, derProvinzarchivar P. Kilian Müller die Geschichte der ehemaligen
9
100 Jahre J. P. Bachem.