Druckschrift 
Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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telephonischen Nachrichten zusammen. Bei Uebersiedelung in denNeubau erhielt dieses Zeitungskontor einen besondern großenRaum, in dem fünf Fernsprechzellen die Verbindung der Zeitungmit der Welt herstellen, eine Rohrpost fürs Haus mündet undeine solche mit dem Telegraphenamt die schnellste Uebermittlungder einlaufenden Drahtnachrichten besorgt. Hier wird die ge-samte einlaufende Post für alle Abteilungen gesondert, geöffnetund verteilt. An der Spitze dieser wichtigen Abteilung steht derProkurist Herrn. Sombetzki (eingetreten 1881). Die Beamtenund (seit dem Kriege auch) Beamtinnen müssen besonders ge-wandt in kurzschriftlichen Aufnahmen sein. Die Stelle endlich,der der Briefwechsel der Schriftleitung und die Honorierungsange-legenheiten obliegt, wurde von 1876 bis 1. April 1884 von JohannesSchmidt, dem jetzigen Prokuristen der Bonifatiusdruckerei inPaderborn, ausgefüllt. Sein Nachfolger war Oskar Hof mann, deram 1. April 1886 durch den Verfasser dieser Schrift ersetzt wurde.Seit anderthalb Jahrzehnten ist das Sekretariat erweitert worden.

In die erfreuliche Entwicklung der Zeitung griff der am1. August 1914 ausgebrochene Weltkrieg mit seiner rauhenHand verheerend ein. Zu Anfang schienen Handel und Wandelfür die Dauer der Kriegszeit völlig lahmgelegt, alle Anzeigenauf-träge wurden zurückgezogen und damit den Zeitungen die Lebens-ader gefährdet; denn die Beziehergelder decken bekanntlich nureinen geringen Prozentsatz der Herstellungskosten einer Zeitung.Erst allmählich kehrte das Vertrauen in die Zukunft zurück, haupt-sächlich angesichts des unvergleichlichen Siegeszuges unsererWestheere, und langsam stellte sich das geschäftliche Lebenwieder ein. Aber dann machte eine steigende Papierteuerungund schließlich eine immer stärker sich bemerkbar machendePapierknappheit, die 1916 zur gesetzlich festgesetzten Verteilungführte, den Zeitungen das Leben schwer.

Währenddes Krieges verfolgte die KV eine entschieden vater-ländische Politik, die sich besonders nach der Freigabe derErörterung der deutschen Kriegsziele deutlich kundtat, und ihr,selbst in den Reihen der eigenen Parteigenossen, manche Wider-sacher erstehen ließ. Sie wolltekeine Eroberungs- und Annexions-politik, aber Friedenssicherung und gerechte Entschädigungen