H e c k 1 e r — unterstützt durch Dr. W. K e r c k h o f f — eingewandter Tagesschriftsteller mit rascher Auffassungsgabe undreifem Urteil, ihre Interessen. Am 1. Oktober 1899 löste ihnDr. Theodor Müller ab. Dieser, der am 1. Juni 1908 nachlängerem Leiden starb, machte am 1. Oktober 1906 dem jetzigenLeiter der Berliner Redaktion Dr. HansEisele (geh. 1875) Platz.Wie seine Vorgänger war er eine Zeitlang in der Kölner Schrift-leitung tätig gewesen, wohin er von Coblenz aus berufen wordenwar. Ihm standen nach einander noch die Herren Albert Schmid,Dr. Eduard Hemm er le, Dr. Heinz Teipel, Dr. Ernst Häfnerund gegenwärtig Alfons Steiger zur Seite.
In R o m hatte die KV schon seit Oktober 1878 in der PersonHeisterbergks eine Vertretung, dessen bis Anfang 1889 er-schienenen Beiträge das Zeichen F führten. Ihm zur Seite standseit Juni 1880 der Cavaliere Leopold Marzorati, ein früheresMitglied der päpstlichen Garde, der neben kirchlichen auch an-regende unterhaltende Beiträge lieferte und bis zu seinem Todeam 31. Dezember 1901 ein fleißiger Mitarbeiter blieb. Ihn ersetzteseit 1899 Comm.Ernst Kappenbergaus Düsseldorf. Seit EintrittItaliens in den Weltkrieg vertrat er die Zeitung von Lugano undseit April 1918 von Basel aus.
Die französische Hauptstadt bot Hermann Kuhn seit 1881den Stoff zur Berichterstattung. 1834 bei Trier geboren, hatte ersich in der langen Zeit seines Aufenthaltes in Paris einegenaue Kenntnis der Verhältnisse angeeignet, die er in fesselndenPlaudereien und politischen Artikeln bis zu seinem Tode am16. März 1905 verwendete. Sein 1882 im Bachemschen Verlagerschienenes Buch „Aus dem modernen Babylon“, das mehrereAuflagen erlebte, war eine Sammlung dieser Aufsätze.
Einen politisch hervorragenden Vertreter hatte die KV in derbelgischen Hauptstadt inLouisHackenbroich, der als Chef-redakteur des Patriote in den Ministerien verkehrte und dessenBeiträge sehr beachtet wurden. Er starb am 14. Sept. 1915 in Neuß.
Aus Wien kamen der Zeitung meist unterhaltende Beiträgezu von Friedrich Bacciocco, einem Aachener, im gleichenJahre wie Kuhn geboren. Er hatte sich in der Welt umgesehen,bevor er in der österreichischen Hauptstadt seßhaft wurde. 1866war er Kriegsberichterstatter gewesen, 1867 hatte er in Rom dieletzte Zeit der päpstlichen Herrschaft erlebt, der Krieg 1870 hatte