wurden Uebersetzungen aus dem Englischen und Französischengeboten.
Es gab aber eine besondere „Belletristische Beilage zu denKölnischen Blättern“ im Quartformat (etwa 20X29 cm), wie es vomJahre 1850 ab schon eine „Zugabe zur Deutschen Volkshallefür Sonn- und Feiertage“ gegeben hatte (etwa 22x30 cm), die größereArtikel allgemeinen und literarischen Inhalts, Besprechungen hervor-ragender Erscheinungen, aber noch keine Novellen und Romane brachte.Die „Belletristische Beilage“ begann dagegen in ihrer ersten Nummervom 1. April 1860 die Erzählung „Rosa Leblanc“ von Lady Fullerton,neben der vom 17. Mai ab die Novelle „Pfalzgrafentöchterlein“ des fein-sinnigen Rechtsanwalts Jos. Pape (1831—1898) herlief. Fleißig beteiligtesich auch an dem unterhaltenden Teil der Kölnischen Blätter FreifrauM. von Roskowska (mit zehn Romanen und Erzählungen) in denJahren von 1864: bis 1871.
Die Nummern dieser Beilagen waren fortlaufend durch die Jahrgänge1860 bis 1865 und beliefen sich auf 319; mit 1866 begann eine „neueFolge“, mit 1869 eine „dritte Folge“. Neben diesem reichen unterhaltendenStoff finden sich in den Beilagen sehr gediegene Beiträge aus fastallen Gebieten, besonders dem geschichtlichen mit vielen Arbeiten desdamaligen Archivars Dr. E n n e n. Dagegen verschwand seit 1862 nach undnach der erzählende Stoff aus der Beilage und wanderte 1863 gänzlich indie Zeitung selbst über. Vom Jahre 1870 ab kam die Beilage in Fortfall.
Einen breiten Raum im Unterhaltungsteil der „KölnischenBlätter“ beanspruchte gleich von Anbeginn die „K1 e i n e C h r o n i kaus Paris“. Nach einer Arbeit „Szenen aus dem Leben inLondon“ treffen wir sie zum ersten Mal am 27. April 1860 inNr. 22. Der Verfasser, Adolf Ebeling, ein außergewöhnlichfähiger, vielgereister Schriftsteller, welterfahren, glücklich inder Wahl seiner Themen, entfaltete in den nächsten Jahreneine fleißige Tätigkeit für die Zeitung 39 . Die Beliebtheit, derensich die Chronik erfreute, veranlaßte Josef Bachem, sie in Buch-form zu sammeln. Die beiden ersten Bände „Lebende Bilderaus dem modernen Paris“ erschienen 1863 im Umfang vonje 400 Seiten. Zwei weitere Bände folgten zwei Jahre später.
Das Jahr 1865 brachte dem Verlag mehrere glückliche Unter-nehmungen. Zunächst begann ein neues Sammelwerk in Art dervorausgegangenen in den „Zeitbildern in Erzählungen ausder Geschichte der christlichen Kirche“, deren Haupt-zeitabschnitte aus der Gründungs- und Entwicklungsgeschichte