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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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verantwortlich; später übernahm der Maler Fritz Baudri 29 die Schrift-leitung, und die Nummern erschienen alle fünfWochen in zwei Bogen Umfangund in einer Auflage um 1200 herum. Die Nummer 10 des 23. Jahrganges1871 vom 11. November brachte die Mitteilung, das Pius-Blatt werdein Folge der veränderten Zeitverhältnisse mit der nächsten Nummerseine Laufbahn beschließen. Als es in der tiefbewegten Zeit des Jahres1848 gegründet wurde, eröffnete es gewissermaßen den Reigen der kleinenVolksblätter, deren Existenz sich bald als eine Nothwendigkeit bemerklichmachte, und zwar erschien es, noch ehe man in Deutschland zur Grün-dung größerer katholischer Organe geschritten war. Die ungenannteRedaktion teilt weiter mit, daß das Unternehmen nur zu halten wardurch dieMitwirkung des Verlegers, der eine Reihe von Jahren hin-durch sich zu materiellen Opfern entschloß . . . Seit der Gründung desBlattes . . . haben sich die bezüglichen Verhältnisse in außerordentlicherWeise geändert. Rings um uns her sind namentlich in den letzten JahrenWochenblätter... in großer Anzahl entstanden. So gibt es, abgesehen vonden hierselbst durch den unvergeßlichen Kolping gegründeten »Rhei-nischen Volksblättern«, die jetzt in ihrem 18. Jahrgang stehen, u. a. inTrier, Aachen, Düsseldorf, Crefeld, Elberfeld, usw. katholische Volks-blätter, die schon den Vortheil des öfteren Erscheinens vor dem Pius-Blatt voraus haben.

In Kommissionsverlag übernahm Bachem im Jahre 1851 gleich-zeitig zwei Zeitschriften: dieJahrbücher des hl. Vincenzvon Paul und dasOrgan für christliche Kunst.

Der Verein des hl. Vincenz von Paul in Rheinpreußen wurde 1833von acht Studenten der Pariser Hochschule, die auf Anregung ihresgeistigen Hauptes Friedrich Ozanam wöchentlich zusammenkamen, um dieVorträge ungläubiger Professoren zu besprechen, gegründet. Sein Haupt-zweck bestehtin der Heiligung seiner Mitglieder durch die persönlicheAusübung der Werke der Barmherzigkeit, und zwar für Angehörige allerKonfessionen. Der Pariser Verein gab seit 1849 monatlicheBulletins dela Societe de St. Vincent de Paul heraus. Als dieConferenzen fürchristliche Nächstenliebe auch in Deutschland, und besonders in derKölner Erzdiözese, wo Kardinal v. Geissei das Protektorat übernommenhatte, nach Provinzen sich auszubreiten begannen, veranstaltete derProvinzialrat für Rheinland und Westfalen (Präsident Karl Frhr. v.Devivere, Sekretär L. Meurin) eine wortgetreue Uebersetzung dieserBulletins unter dem TitelJahrbücher des Vereins vom hl. Vin-cenz von Paul mit einer Zugabe für die deutschen Conferenzen ver-sehen. Mit dem Jahrgang 1911 ging die Zeitschrift ein. Seitdem erscheinenan ihrer Stelle dieVinzenz-Blätter, Zeitschrift des Vinzenzvereinsfür Deutschland. Herausgegeben vom General-Sekretariat, GeschäftsstelleKöln.